Lebensplanung und Zukunft

Gerade aufgrund der bisherigen, oft negativen Erfahrungen nahm das Thema „Zukunft“ für die Kinder/Jugendlichen und deren Eltern einen sehr breiten Raum ein – und war mit weit mehr Ängsten besetzt als bei vielen anderen Familien. Die Erfahrung aber, Schwierigkeiten gemeistert zu haben, führte nicht selten auch zu einem optimistischen Blick in die Zukunft. Insbesondere Schule und Partnerschaft spielten eine zentrale Rolle, wenn es um Zukunftsfragen und Lebenspläne ging.

Viele Erfahrungen mit der Schule finden sich bereits beim Thema „Schule“ [Link]. Für Kinder und Jugendliche, vor allem aber die Eltern, war Schule eine entscheidende Weichenstellung für die zukünftige Entwicklung  – und Schwierigkeiten in der Schule lösten schnell die Angst aus, die Zukunft werde dadurch verstellt. Unsere Interviewpartnerinnen und
-partner plädierten aber auch dafür, die Schule und schulische Leistungen nicht zu überschätzen und dadurch für zusätzlichen Stress zu sorgen. 

Sarah Burkhardt sorgt sich, dass ihr Kind ohne Abschluss den Lebensunterhalt nicht bestreiten kann und auch nicht akzeptiert wird.

Für Marko Ruth hatte u. a. die Verkürzung von 13 auf 12 Schuljahre den Abgang von der Schule zur Folge. Im Rückblick sieht er das positiv: wer weiß, was „bei mir mit Abi herausgekommen wäre“.

Korbinian Burkhardt ist jetzt ganz glücklich mit seiner Tätigkeit als Koch. Er erinnert sich aber noch gut an den damaligen Druck, die Schule erfolgreich zu bestehen.

Für Nele Ewert bedeutete der Schulwechsel das Beste, was für sie und ihre Kinder passieren konnte.

Nils Wildner macht sich Sorgen um seine universitäre Zukunft, wenn er an seine bisherigen Probleme in der Schulzeit denkt.

Philipp Gold dagegen macht sich jetzt zumindest noch keine Sorgen um die Zukunft und will erstmal sehen, wie es in der Schule weitergeht.

Die schulischen Erfahrungen prägen sehr stark das Denken an die berufliche Zukunft. Für Sarah Herzberg ist jetzt schon klar, dass man bei der Berufswahl genau hingucken muss, um nicht später permanenten Frust zu erleben.

Auch Oscar Ruth sieht einen Zusammenhang zwischen seiner Erkrankung und der späteren Zukunft – aber nicht unbedingt als Einschränkung.

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