Barbara Lange findet es sehr wichtig, dass man selber mitdenkt bei der Behandlung und mit dem Arzt zusammenarbeitet.
Was für Erfahrungen haben Sie denn mit Ärzten oder auch mit Therapeuten gemacht? Da haben Sie ja sicher auch Mehrere getroffen.
Ja, so viele jetzt nicht, weil ich bin eigentlich ein recht treuer Mensch. Ich war noch nie ein Freund- Ich kenne Leute, die rennen von A nach B nach C nach D und so was. Ich habe- also meine Hausärztin ist schon Jahre lang meine Hausärztin, und ich habe immer dieses Ding gehabt: Wir gemeinsam forschen, wir probieren, wir arbeiten zusammen. Also ja, und in der Therapeutenpraxis genau dasselbe. Also ich- also Konsum habe ich woanders, kann ich woanders ausleben, nicht in dem Bereich.
Und klar, in meinem ganzen Leben bin ich schon mal einem Arzt begegnet, oder einer Ärztin, wo ich gedacht habe: Ups. Aber-
Fällt Ihnen da ein Beispiel ein?
Ja klar, soll ich das jetzt erzählen, oder was? Es ist einfach so, es gibt Ärzte, die möchten nicht, dass man mitdenkt. Also: ich bin Arzt, ich habe das schließlich lange genug gemacht, studiert. Okay, aber das ist trotzdem verschwindend gering, also eigentlich habe ich schon-
Vielleicht eine interessante Geschichte, als das so nach einem Jahr mit meinen heftigen Schmerzen immer noch nicht besser war, haben schon ein paar Leute gesagt: „Hey, wie wäre es mal mit- geh doch mal zu einem anderen Arzt.“ und so.
Und ich habe gedacht: Ne, weil dann muss ich die ganze Story von Anfang an erzählen, und wer weiß, was dann passiert und so. Nein, ich will das nicht. Ich will das einfach nicht.
Das- entweder geht es gemeinsam, oder ich finde irgendwann wirklich- ja, weil ich muss ja einem Arzt auch die Möglichkeit geben, sich - kreativ zu betätigen. Zu entfalten, oder einfach eine Idee, dann die nächste Idee, und vielleicht dann mal zwischendrin nichts.
Und ich habe dann immer gesagt: Ne, mache ich nicht. Mache ich nicht. Will ich nicht, weil das kann auch sein, dass das in die Hose geht.
