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Sabine Heidmann merkte, dass ihre Klamotten nicht mehr passten, aber sie konnte nicht mehr normal essen.

Ich selbst habe es nicht gesehen. Dadurch, dass ich ja in diesem Prozess drinnen war und der ja nicht von heute auf morgen passiert ist, sondern über einen längeren Zeitraum, habe ich das so bewusst nicht wahrgenommen. Es ist mir dann erst bewusst geworden, als ich dann merkte, dass die Klamotten überhaupt gar nicht mehr passen. Dann wird es erstmal wirklich bewusst. Ob man jetzt, sage ich mal, einen Gürtel ein Loch mehr oder weniger, das passiert auch normal. Aber wenn sie dann merken, so wie ich es dann auch gemerkt habe, es schlackert alles nur noch an einem herum. Es sitzt nicht mehr richtig. Da habe ich dann schon bewusst gemerkt, dass was passiert. Aber das war dann auch der Punkt, wo dann das Umswitchen nicht mehr so einfach hätte stattfinden können.
Was heißt das Umswitchen?
Wieder normal zu essen.
Wieder normal zu essen. Wissen Sie noch, woran Sie das gemerkt haben, dass es nicht mehr geht?
Das Wollen, mehr Essen zu wollen, selbst. Aber es nicht können, weil kein Bissen runtergerutscht ist.
Also das gab es noch, dass Sie dann auch das wollten. Dass Sie das ändern wollten?
Ja, ja. Das gab es. Der Wunsch zu sagen oder auch für mich zu sagen: Ja, ich möchte jetzt halt einfach wieder mehr essen. Und dann davor zu sitzen und zu merken: Du kannst das nicht runterschlucken. Ging nicht. Irgendwas hat blockiert, Kehle zu. Und dann auch kein Hungergefühl mehr haben. Also am Anfang hat der Magen, klar, geknurrt. Ich hatte auch Hunger. Und das geht alles verloren.

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