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Für Michael Hanter war es schwer, sein freiberufliches Engagement während der Reha zu koordinieren

Letztlich war das aber gut für mich, dass es so strikt war, denn dann geht es auch los. Und es ist sozusagen immer ungeschickt. Für mich als sehr viel freiberuflich arbeitenden Menschen ist es terminlich immer, immer schlecht. Von daher war das gut: Okay, jetzt machst du das da und fertig.
Und dann geht die ganze Rennerei los: Termine verlegen, Ersatzleute suchen für mich als Musiker, diese ganzen Geschichten. Auch an Schulen, ich unterrichte an einer Jazzschule, da geht es darum: Wer macht jetzt die Big Band und wer macht die Workshops? Und fällt das jetzt aus und wann holt der das nach und so. Es kommt also ein Riesenschwall an Geschichten auf einen zu, was man organisieren muss. Schon da fiel mir auf, wie viel ich eigentlich mache in meinem Berufsleben. Und was das heißt, da auszusteigen, komplett weg zu sein. Vielleicht speziell für mich als großteils freiberuflichen Musiker ist da noch die Existenzangst, die das berührt. Jetzt muss ich natürlich einem zwar sehr netten und befreundeten Kollegen einen Job abgeben, aber das sind ja meine Kontakte. Wenn er den Job super gut spielt, dann könnten die auf die Idee kommen: Mensch, den fragen wir nächstes Mal wieder. Also solche Fragen tauchen da auf.
[...] Danach, das muss man vielleicht sagen, darauf muss ich jetzt nicht en detail eingehen, aber ich hatte nach der Reha sofort wieder Konzerte und Geschichten zu organisieren. Und da lief teilweise einiges schief, weil ich mich in der Reha um nichts gekümmert habe. Ich habe mich vor der Reha darum gekümmert, dann war drei Wochen Pause. Ich hatte das eigentlich sehr gut organisiert, aber ich habe dann gemerkt, wenn ich am Schluss der Reha, noch in der letzten Woche, wieder angefangen hätte... Also da ist das halt ein bisschen aus dem Ruder gelaufen. Ich habe mich einfach drei Wochen um nichts gekümmert, habe das vorher organisiert. Das hat teilweise nicht funktioniert. Und da gab es dann auch Ärger. Und sagen wir mal, da gab es auch Leute, die sagen: "Ist mir Wurst, ob du in der Reha warst oder nicht, du musst das einfach organisieren." Das habe ich auch, aber drei Wochen sind ein zu langer Zeitraum.

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