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Die Erfahrungen von Michael Ruf

Portrait Michael Ruf ist zum Zeitpunkt der Interviews 53 Jahre alt und verheiratet. Der Vater eines erwachsenen Sohnes arbeitet als Systemadministrator für ein Softwareunternehmen. Wegen einer starken Verengung der Herzklappe (Aortenstenose) brach er vor der eigenen Haustür ohnmächtig zusammen. Im Anschluss an die operative Legung einer neuen Herzklappe ging Michael Ruf für drei Wochen in die kardiologische Rehabilitation.

Michael Rufs wichtigstes Ziel für die Reha bestand darin, so viel gesundheitsbezogene Unterstützung und Information wie möglich zu erhalten. Für ihn war bei der Reha wesentlich, dass er verschiedene Bewegungs- und Gesundheitsangebote aus unterschiedlichen Disziplinen an einem Ort hatte und unter medizinischer Aufsicht von Experten seine eigenen körperlichen Möglichkeiten und Grenzen erproben und erweitern konnte. Es war für ihn dabei hilfreich, in der Reha zum regelmäßigen Trainieren angehalten zu sein.

Michael Ruf berichtet, dass er bereits vor dem Zusammenbruch bemüht war, auf seine Ernährung zu achten, und auch einige Monate zuvor wieder zu Joggen begann. Vorzeichen seiner Erkrankung hatte er jedoch nicht wahrgenommen. Er sagt, dass er daher im Vergleich zu anderen Mitpatienten im Vorteil war, da er nicht von heute auf morgen sein gesamtes Verhalten umstellen musste. Auch nahm er sich vor der Operation ausreichend Zeit, sich umfassend über Behandlungsmöglichkeiten seiner Erkrankung zu informieren.

Den Antrag an die Rentenversicherung für die Reha stellte in seinem Fall der Sozialdienst des Akutkrankenhauses, deshalb musste er sich darum nicht kümmern. Bereits wenige Tage nach der Operation wurde er über den Beginn seiner Reha (AHB) informiert. Er kam in eine Reha-Klinik fünf Kilometer von Zuhause entfernt und so konnte seine Frau ihn fast täglich besuchen.

Michael Ruf erzählt, dass er die Abläufe in der Rehaklinik als sehr strukturiert erlebte und dass das Personal ihm sehr freundlich begegnete. Er konnte die überzogenen Ansprüche mancher Mitpatienten an Personal und Essen nicht nachvollziehen. Denn für ihn selbst war die Reha kein Urlaubsaufenthalt, sondern eine wichtige Phase persönlicher Arbeit für die eigene Gesundheit.

Zum Ende der Reha fühlte er sich dann auch ausreichend vorbereitet für sein Leben im Alltag: Er begann wieder mit Nordic Walking und Zirkeltraining. Als besonders hilfreich erlebte Michael Ruf die Wiedereingliederungsmaßnahme nach der Reha. Da er nur den halben Tag arbeiten musste, konnte er nachmittags liegengebliebene private Angelegenheiten regeln.

Anderen Betroffenen rät er, sich bewusst auf die Angebote der Reha einzulassen und frühzeitig die verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten wahrzunehmen, z.B. die Hilfe des Sozialdienstes beim Ausfüllen der Formulare.

Das Interview wurde im Frühjahr 2014 geführt.

Michael Ruf berichtet, dass die Reha nach einer so schweren Operation Routine zu sein scheint.

Michael Ruf war froh, gleich bei der Anreise über alles informiert zu werden und so Orientierung zu bekommen.

Michael Ruf war durch die Wiedereingliederung entlastet.

Michael Ruf erzählt, wie die Anwesenheit überprüft wurde und dass die Kostenträger sicherstellen wollen, dass die Patienten die Zeit sinnvoll nutzen.

Michael Ruf hat Verständnis, dass in dem straff organisierten Reha-Betrieb eine Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse nur bedingt möglich ist.

Michael Ruf wundert sich, dass viele Patienten die Reha als ein feststehendes Muster sehen und z.B. sich nicht bei Bedarf um eine Verlängerung bemühten.

Michael Ruf erzählt vom Vortrag des Chefarztes über Ernährung.

Für Michael Ruf war das Wichtigste in der Klinik zu erfahren, was er sich zutrauen kann.

Für Michael Ruf war es in der Reha am wichtigsten, dass er dort unterschiedliche Therapien, Angebote und Informationen an einem Ort erhielt und angehalten wurde, regelmäßig zu trainieren.

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