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Die Erfahrungen von Pauline Blume

Portrait Pauline Blume ist zum Zeitpunkt des Interviews 74 Jahre alt. Sie hat zwei Söhne und zwei Enkelkinder und arbeitet im Büro ihres Ehemanns. Nachdem bei Pauline Blume ein Darmkrebs operativ entfernt worden war, machte sie eine vierwöchige onkologische Reha. In den Nachsorgeuntersuchungen wurde sie unvermittelt mit einem Randbefund konfrontiert: eine Vorstufe von Brustkrebs. Nach drei OPs und vielen Bestrahlungen trat Pauline Blume dann eine weitere dreiwöchige onkologische Reha an.

Nachdem der Darmkrebs operativ entfernt worden war, nahm Pauline Blume das vom Kliniksozialdienst vorgeschlagene Angebot einer Reha dankbar an. Sie erzählt, dass sie keine speziellen Wünsche für die Klinikwahl gehabt habe, deshalb sei sie an eine heimatnahe Klinik verwiesen worden, was sie im Nachhinein als Glücksfall betrachtet.

Während der vierwöchigen Reha fand Pauline Blume alles, was sie für die körperliche und psychische Genesung brauchte: Die Ärzte und Therapeuten waren sehr einfühlsam, versorgten sie mit praktischen Tipps, brachten ihr gesundheitsförderndes Verhalten nahe und motivierten sie zu körperlicher Fitness. Die Betreuung war für Pauline Blume sehr wichtig, da es sehr viele Dinge gab, auf die sie ohne Hilfe nie geachtet hätte, die für die Heilung aber wichtig waren. Vor allem, so schildert Pauline Blume, gab man ihr Sicherheit und das Gefühl, mit den auftauchenden Fragen nicht allein zu sein.

Sie bekam sehr häufig Besuch von ihrem Mann und von ihren Freunden. Dadurch fühlte sie sich nicht von ihrem normalen Leben abgeschnitten und war beruhigt, dass es ihrem Mann gut ging. Trotz des straffen Programms und der Besuche fand Pauline Blume auch Zeit für sich, die ihr zur Verarbeitung der belastenden Krankheitserfahrungen sehr wohl tat. Von ihrem Umfeld ermutigt nahm sie nach drei Wochen gerne eine weitere Verlängerungswoche an.

Während der Nachsorgeuntersuchungen wurde Pauline Blume unvermittelt mit einem Randbefund konfrontiert. Man hatte eine Vorstufe von Brustkrebs entdeckt. Pauline Blume schildert, wie sie während der drei OPs und anschließenden 28 Bestrahlungen stets im Unklaren über die genaue Diagnose gewesen war. Obwohl sich ihr Hausarzt sehr darum bemühte die Sache aufzuklären, konnte ihr erst in der zweiten Reha der Befund zufriedenstellend erklärt werden.

Während der dreiwöchigen Reha war Pauline Blume wieder heimatnah in einer anderen Klinik untergebracht. Sie berichtet von einer bewegenden Begegnung mit einem älteren Ehepaar, aus deren Glauben an Gott sie selbst auch viel Kraft schöpfen konnte. Aufgrund des schlechten Wetters und einer Grippewelle gab es einige Ausfälle bei den Angeboten. Dennoch empfand Pauline Blume auch die zweite Reha als erfolgreich.

Pauline Blume würde jedem empfehlen, nach einer schweren Erkrankung eine Reha zu machen. Sie selbst hatte viel Unterstützung aus ihrem Umfeld und war ihrer Ansicht nach nicht so schwer betroffen wie andere, worüber sie sehr dankbar ist. Auch wenn sie selbst keine psychologische Hilfe in Anspruch genommen hat, empfiehlt Pauline Blume, auf jeden Fall auf dieses Angebot zurückzugreifen, wenn man nach einer schweren Diagnose in einer Krise steckt, die man alleine nicht bewältigen kann.

Das Interview wurde im Frühling 2014 geführt.

Pauline Blume rät, zur Krankheitsbewältigung psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Pauline Blume füllte die Fragebögen gewissenhaft aus, damit die Klinik wichtige Informationen über sie hatte.

Pauline Blumes Tage in der Reha waren ausgefüllt und sie konnte einen zu engen Terminplan ändern lassen.

Pauline Blume konnte absprechen, nicht mehr am Schwimmen teilnehmen zu müssen.

Pauline Blume hält psychologische Hilfe für wichtig, weil man sich einem Fremden besser öffnen kann.

Pauline Blume wünscht sich mehr psychologisch geschulte Therapeuten, da man in der Reha noch in einer verletzlichen Phase ist.

Pauline Blume war dankbar für die wertvollen Tipps und Informationen, die sie in der Reha bekam.

Pauline Blume profitierte gesundheitlich von den Übungen, genoss die Kontakte mit den Mitpatienten und das schöne Umfeld. Es gab ihr Sicherheit, dass der Arzt für sie immer zugänglich war.

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