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Die Erfahrungen von Torsten Brandt

Portrait Torsten Brandt ist zum Zeitpunkt des Interviews 48 Jahre alt und verheiratet. Der langjährige KZF-Mechaniker erlitt 2003 einen Motorradunfall und wurde aufgrund einer Schienbeinkopfabsprengung am rechten Knie operiert. Fünf Jahre danach traten dann mit einer posttraumatischen Kniegelenksarthrose enorme Schmerzen auf. Nach langem hin und her verhalfen dann ein erneute Operation sowie die anschließende orthopädische Reha (AHB) zu einem schmerzfreien und neuen Lebensgefühl.

Nachdem weder verschiedene Therapieverfahren noch die Metallentfernung im Knie zu einer Schmerzlinderung führten, sah Torsten Brandt keine Alternative mehr als sich noch ein weiteres Mal operieren zu lassen. Erst bei diesem letzten Krankenhausaufenthalt wurde der starke Knorpelschwund diagnostiziert und die Operation als Notwendigkeit erachtet. Torsten Brandt beschreibt sein Erleben mit dem neuen Knie und ohne Schmerzen als ein ganz neues Lebensgefühl.

Noch im Krankenhaus wurde die Reha über den Sozialdienst bei der Rentenversicherung beantragt und binnen zwei Tagen erhielt Torsten Brandt die Bewilligung. Der Antritt der Reha-Maßnahme erfolgte bereits fünf Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.

Torsten Brandt schildert, dass seine Erfahrungen in der orthopädischen Reha-Einrichtung äußerst gut waren. Er war sowohl mit den Ärzten als auch mit den Therapeuten sehr zufrieden. Er beschreibt, dass das Fachpersonal sehr kompetent und gut auf die Patienten eingegangen sei. Auch die fortlaufende Veränderung des Therapieplans je nach Fortschritt seiner Bewegungsabläufe und der prozentualen Belastung des Knies hat Torsten Brandt als sehr positiv erlebt. Die Krankengymnastik zur Nachsorge wurde bereits in der Reha organisiert, mit dieser ist er ebenfalls sehr zufrieden.

Das Thema Beruf war für Torsten Brandt in der Reha sehr wichtig und er schätzte die berufliche Förderung über den Sozialdienst sehr. Im Vordergrund stand dabei seine berufliche Zukunft, denn aufgrund seiner Knieproblematik kann Torsten Brandt seinen Beruf als KFZ-Mechaniker nicht weiter ausführen, sodass eine Umschulung in diesem Rahmen bereits besprochen wurde. Er sagt, er lasse die Neuerungen aber einfach auf sich zukommen, da die Situation schließlich nicht zu ändern sei. Psychologische Gespräche nahm Torsten Brandt in der Klinik nicht in Anspruch. Er erzählt aber, dass er vom Austausch mit Mitpatienten profitierte, denen es ähnlich ging.

Innerhalb der viereinhalb Wochen der Reha testete Torsten Brandt seine Leistungsgrenzen selbstständig aus und konnte durch die Anwendungen kontinuierlich seine Beweglichkeit verbessern. Darüber hinaus beschreibt er, dass der Reha-Aufenthalt in dem Sinne ein Urlaub war, als dass man sich dort auf sich selbst konzentrieren kann. Er entwickelte dort auch ein neues Bewusstsein für seinen Körper und lernte, dass sein Körper am besten weiß, was möglich ist und was nicht. Torsten Brandt sagt, er sei jederzeit bereit eine weitere Reha zu machen und kann es nur empfehlen, die Möglichkeit einer Reha wahrzunehmen. Er fügt aber an, dass man dabei auch selbst gewillt sein muss und für ein erfolgreiches Ergebnis auf die Ärzte und Therapeuten hören soll.

Das Interview wurde im Herbst 2014 durchgeführt.

Torsten Brandt hatte eine gute berufliche Förderung in der Reha.

Torsten Brandt konnte bei der Visite auf den Therapieplan Einfluss nehmen und war begeistert, dass Ärzte und Therapeuten sahen, wo er gerade stand.

Torsten Brandt war begeistert, dass die Reha-Einrichtung ihn so gut bei der Planung der Nachsorge unterstützte.

Torsten Brandt hat in der Reha am meisten von der Einzelkrankengymnastik profitiert.

Torsten Brandt musste in der Reha anders als Zuhause keine Rücksicht auf die Familie nehmen.

Torsten Brandt vermisste seine Frau, wollte ihr aber die lange Fahrt bei einem Besuch nicht zumuten.

Torsten Brandt hört seit der Reha mehr auf seinen Körper, der ihm sagt, was geht und was nicht.

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