Spezifische Therapieangebote

Jede Reha-Einrichtung hat ihr eigenes Spektrum an allgemeinen oder krankheitsspezifischen Angeboten, die oft typisch für ihren jeweiligen Schwerpunkt in der Reha, ihr medizinisches Programm oder auch ihre weltanschauliche Ausrichtung sind. Unsere Erzähler berichten von einzelnen Erfahrungen mit weiteren Angeboten, die jedoch nur einen kleinen Ausschnitt der vielfältigen Maßnahmen in unterschiedlichen Reha-Einrichtungen darstellen.

ErgotherapieManche unserer Erzähler berichten, dass ihnen vor allem bei den ergotherapeutischen Angeboten durch die Vermittlung praktischer Hilfsmittel oder Übungen für ihren Alltag gezielt weitergeholfen wurde. Die Ergotherapie war für einige auch ein Ort, an dem sie sich mit der eigenen Leistungseinschränkung, Behinderung und Angewiesenheit auf Hilfsmittel auseinandersetzten.

Claudia Gross schildert, wie ihr das neuropsychologische Gedächtnistraining in der Ergotherapie half.

Andrea Schäfer erzählt, wie sehr die Ergotherapeutin mit ihrem großen Repertoire engagiert war und sich immer neue Lösungen ausdachte.

Margot Kirsch fand das Baden der Hände in heißem Sand sehr hilfreich.

Marina Horvat lernte in der Ergotherapie Hilfsmittel kennen, von denen sie vorher noch nie gehört hatte.

Manche schätzten die Ergotherapie als Möglichkeit, sich handwerklich zu betätigen und freuten sich an den Produkten, die sie dort fertigen konnten.

Für Kathatrina Maulwurf war es wichtig, in der Ergotherapie etwas Handfestes tun zu können.

Dorothee Funk hatte Spaß an den handwerklichen Angeboten und flocht während der Reha fünf Körbe.

Krankheitsspezifische AngeboteViele physiotherapeutische, medizinische und psychologische Angebote, von denen unsere Gesprächspartner erzählen, waren spezifisch auf ihre Erkrankung zugeschnitten. Unsere Erzählerinnen berichten von Vorträgen und spezifischen Gruppenangeboten, in denen sie Informationen, spezifische Therapien und Übungen sowie praktische Tipps beispielsweise zu Hilfsmitteln oder zu einer günstigen Diät für ihre jeweilige Erkrankung erhielten. Manche erlebten Vorträge, die für sie hochinteressant und kurzweilig waren, andere erfuhren wenig Neues zu ihrer Erkrankung.

Katharina Maulwurf fand die ärztlichen Vorträge zur Asthmatherapie sehr gut und hilfreich.

Birgit Voigt erklärt das Vorgehen beim Stomaschwimmen und der Stomasauna. Sie hat auch dank der Mitpatienten in der Reha einen guten Umgang mit dem Stoma gefunden.

Viele schätzten es in der Reha besonders, sich mit Mitpatienten auszutauschen, die eine ähnliche Erkrankung hatten (siehe Erfahrungen mit Mitpatienten). Dieser Austausch wurde in der Reha manchmal gezielt im Rahmen von speziellen Gruppen und Schulungen zu den einzelnen Krankheitsbildern angeboten. Diejenigen, die bereits in unterschiedlichen Reha-Einrichtungen waren, erkannten deutliche Unterschiede im krankheitsspezifischen Angebot und in der Patientenzusammensetzung. Manche unserer Gesprächspartner empfehlen daher, bei der Wahl der Reha-Einrichtung besonders darauf zu achten, wie sehr diese einen Schwerpunkt auf dem eigenen Krankheitsbild hat.

Heike Tschirner machte die Erfahrung, dass in verschiedenen Einrichtungen unterschiedlich gut auf ihre körperlichen Beschwerden eingegangen werden konnte.

Auf dieser Website erzählen Interviewpartner mit bestimmten Krankheitsbildern (Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs, Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen) von ihren Reha-Erfahrungen und berichten dort teilweise über krankheitsspezifische Angebote.

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