Botschaften an Ärzt*innen und Gesundheitsämter

Im Vergleich zu anderen Erkrankungen auf unserer Webseite ist COVID-19 eine Infektionskrankheit, über die vor März 2020 nur wenig bekannt war. Im Verlauf der Pandemie veränderten sich Empfehlungen zu Schutzmaßnahmen, Diagnose und Behandlung stetig. Auch die Erzählungen unserer Interviewpartner*innen handeln von Erfahrungen mit unterschiedlichen Ärzt*innen und Institutionen, vor allem dem Gesundheitsamt. In den Interviews fragten wir die Betroffenen, welchen Rat sie Gesundheitsdiensten und Ärzt*innen aufgrund ihrer Erfahrung geben würden. In diesen Botschaften wird Kritik deutlich, aber auch immer wieder Verständnis für die Ausnahmesituation, in der sich Ärzt*innen und Gesundheitsämter befanden.
Eine wichtige Botschaft der Interviewpartner*innen lautet, dass Betroffene mit COVID-19 mehr Betreuung oder Begleitung benötigen, gerade weil es eine neue Erkrankung ist und man nicht weiß, was möglicherweise auf einen zukommt. Dies bezieht sich vor allem auf die akute Phase der Erkrankung zu Hause während der Quarantäne und danach, wenn sie noch nicht wieder gesund sind.

Charlotte Peters hätte sich mehr Hilfe von dem Betreuungsteam des Gesundheitsamts gewünscht.


Andere Interviewpartner*innen, die über einen längeren Zeitraum Symptome der Erkrankung zeigten, wünschten sich vor allem mehr Einfühlungsvermögen von den betreuenden Ärzt*innen und dass man sie und ihre Symptome ernst nimmt.

Nadine Schiller wünscht sich von Ärzt*innen Anerkennung von Beschwerden und die Weiterleitung an geeignete Fachärzt*innen.


Ein weiterer großer Wunsch vieler Betroffenen ist psychische Unterstützung, die ihnen im Umgang mit der akuten Erkrankung und mit anhaltenden Symptomen helfen soll.

Charlotte Peters findet psychologische Unterstützung bei der Erkrankung wichtig. 

 

Viele der Betroffenen mussten sich Informationen über unterschiedliche Wege und Quellen zusammensuchen und wünschten sich daher eine zentrale Anlaufstelle, über die sie Informationen erhalten könnten.

Nadine Schiller wünscht sich eine zentrale Anlaufstelle und dadurch Entlastung für die erkrankte Person.