Typische Anzeichen

Unsere Interviewpartnerinnen und -partner berichteten uns über verschiedene Anzeichen, hinter denen sie eine AD(H)S vermuteten: wenn beispielweise die Betroffenen als Babys viel geschrien haben und/oder als Kinder unaufmerksam und vergesslich waren bzw. Gefahren nicht richtig einschätzen konnten.

In einigen Familien kam schon sehr früh der Verdacht auf, dass das Kind „anders“ sei, manchmal schon im Kindergarten, spätestens aber in der Schule. Manche Eltern wurden von Anderen darauf hingewiesen, einige Eltern vermuteten selbst, dass „etwas nicht stimmen“ würde.

 Der Kindergarten informierte Laura Heppner, dass ihr Kind stört, zugleich Gefahren nicht richtig einschätzen kann.

Ingo Wick berichtet von typischen Anzeichen bei einem seiner Söhne, die er aber erst im Nachhinein richtig deutete.

Xenia Pfeuffer erzählt von ersten Anzeichen, bei denen sie während und nach der Schwangerschaft Verdacht geschöpft hat.

Bei Melody Zander führte die Einschulung der Kinder zu einer deutlichen Steigerung der Symptome und dann auch zur Diagnose.

Alexia Schmid merkte immer wieder, dass sie von unterschiedlichen Geräuschen abgelenkt wird.

Theodor Wuttke beschreibt sehr anschaulich, wie es ist, ADHS zu haben.

Die vielen Streitigkeiten mit den Eltern betrachtet Thies Kühn inzwischen als erste Anzeichen von ADHS bei sich und seinem Bruder.

Impulsivität, oft kombiniert mit geringer oder übersteigerter Aufmerksamkeit war ein häufiges Thema in den Interviews. Viele Eltern und Kinder betrachten allerdings dies nicht nur als Schwächen, sondern oft auch als Stärke oder als Ausdruck eines besonderen Charakters.

Xenia Pfeuffer erfuhr bei der Schuluntersuchung, dass ihr Kind in der körperlichen Entwicklung um Jahre zurücklag.

Beim Übergang vom Kindergarten zur Schule wurden die Symptome von Sarah Herzbergs Sohn besonders deutlich.

Marko Ruth war schon immer etwas „abgedrehter“ als andere und findet, dass er sich dadurch vom Mainstream abhebt.

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