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Die Erfahrungen von Niko Heßler

Portrait Niko Heßler ist zum Zeitpunkt des Interviews 15 Jahre alt. Seine Mutter ist während des Interviews anwesend und ergänzt hin und wieder die Aussagen ihres Sohnes: beispielweise, dass er die Diagnose mit 6 Jahren erhielt. Mit seiner ADHS hat er bis jetzt insbesondere in der Schule schlechte Erfahrungen gemacht. Niko hat einer Veröffentlichung seines Interviews in der Audioversion zugestimmt.

Niko berichtet, dass er in der Schule, aber auch im Alltag sehr aufgedreht ist. Dieses „Hibbelige“ würde vielen Menschen (seiner Mutter oder den Lehrkräften) „auf die Nerven“ gehen. Ritalin soll ihm helfen, diese Aufgeregtheit und Nervosität in den Griff zu bekommen. Zum Zeitpunkt des Interviews macht er ein Praktikum in einem Gastronomiebetrieb. In dieser Zeit kann er auf die Tabletten verzichten. Denn – im Unterschied zur Schule – mache das Praktikum Spaß. Genauso kann sich Niko stundenlang beim Computerspielen sehr gut konzentrieren. Seine Mutter findet allerdings, dass er danach noch aufgedrehter sei.

Von den Lehrerinnen und Lehrern erhält Niko wenig Unterstützung. Die meisten wissen zwar von seiner Diagnose, werfen ihm dennoch vor, er sei „selber schuld“ und würde „mit Absicht“ den Unterricht stören – und das hätte nichts mit ADHS zu tun. Aber im Grunde wüssten die Lehrkräfte gar nicht, was AD(H)S wirklich ist. Daher vertraut Niko ihnen auch nicht. Die Lehrerinnen und Lehrer aufzuklären, ändert nichts, man „rennt da gegen geschlossene Türen“, so die Mutter. 

Erst nachdem andere Mittel nicht geholfen hatten, entschied sich die Mutter für Medikamente. Diese hätten ihrem Kind geholfen. Davor war Niko teilweise sehr aggressiv und wurde sogar aus dem Kindergarten „rausgeschmissen“.  

Das Interview wurde 03.03.2014 geführt.

Alle Interviewausschnitte von Niko Heßler

Die Entscheidung für die Medikamente fiel bei Niko Heßler aus Verzweiflung und Zeitnot.

Niko Heßler geht nicht gerne zu Aktivitäten von Selbsthilfegruppen, weil er von den anderen Kindern dort genervt ist.

Niko Heßler fühlt sich unfair behandelt, weil die Lehrkräfte verstärkt auf sein Verhalten achten würden.

Niko Heßler versteht sich mit AD(H)S-betroffenen Kindern besonders gut.

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