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Die Erfahrungen von Michael Hanter

Portrait Michael Hanter ist zum Zeitpunkt des Interviews 53 Jahre alt. Er hat eine erwachsene Tochter und lebt in einer Partnerschaft. Michael Hanter arbeitet großteils als freiberuflicher Musiker. Durch das Posaunenspiel und die dadurch bedingte einseitige Belastung des Rückens entwickelte sich im Laufe der Zeit eine Ischialgie. Mit den Schmerzen lebte Michael Hanter bereits 15 Jahre, bis er sich nach zunehmender Chronifizierung dazu entschied, eine Reha zu machen. Diese beantragte sein behandelnder Arzt für ihn bei der Rentenversicherung.

Michael Hanter schildert, dass er zu Beginn der Reha zwei neue Erkenntnisse hatte. Zum einen konnte er seine Vorstellung relativieren, in die Reha gehe man nur, wenn alles zu spät sei. Zum anderen war es für ihn enorm wichtig zu erfahren, dass er sich aufgrund der Schmerzen nicht schonen muss, sondern im Gegenteil an sich arbeiten und beim Training an seine Grenzen gehen kann. Mit dieser Erkenntnis gewann Michael Hanter neue Zuversicht und den Willen, wieder aktiv etwas zu verändern.

Michael Hanter erzählt, wie er vorerst aber enttäuscht war, dass sich durch sein Training nicht sofort Effekte einstellten, sondern dass es für die Genesung Geduld und Konsequenz brauche. Dennoch ließ er sich nicht entmutigen und stellte sich einen individuellen Trainingsplan aus dem großen Angebot der Klinik zusammen. Als besonders hilfreich empfand Michael Hanter die arbeitsphysiologische Beratung, in der er praktische Übungen erlernte, die er jetzt in seinen Alltag integrieren kann.

Die Reha war für Michael Hanter ein Zeitraum, in dem er sich einmal nur auf sich selbst konzentrieren konnte. Er schildert, dass er bezüglich seiner Arbeit viel im Vorhinein organisieren musste und dass im Nachhinein auch nicht alles optimal funktionierte. Aufgrund seiner Arbeit als freiberuflicher Musiker wäre ein längerer Zeitraum als drei Wochen für eine Reha nicht in Frage gekommen.

Momentan nimmt Michael Hanter an einem Nachsorgeprogramm (IRENA) teil, das von der Klinik aus organisiert wurde. Er schildert, insgesamt körperlich und psychisch gestärkt und mit mehr Optimismus aus der Reha entlassen worden zu sein. Mittlerweile hat er durch sein konsequentes Training auch wieder schmerzfreie Phasen. Er erzählt, dass ihm aber ein individuelles Abschlussgespräch in der Klinik gefehlt hat.

Aus seinen Erfahrungen rät Michael Hanter, auf jeden Fall frühzeitig eine Reha zu beantragen. Außerdem sollte man ein gewisses Engagement an den Tag legen, da man sonst Gefahr laufe, einfach durchgeschleust zu werden ohne etwas für sich mitzunehmen.

Das Interview wurde im Herbst 2014 geführt.

Michael Hanter empfiehlt, nicht zu lange mit einer Reha-Maßnahme zu warten.

Michael Hanter fühlt sich durch die Reha körperlich und psychisch gestärkt. Bei den Schmerzen ist es aber weiterhin ein Auf und Ab.

Michael Hanter war zunächst enttäuscht, als die Ärzte ihn in seiner Hoffnung auf Schmerzfreiheit bremsten.

Michael Hanter suchte sich in der Reha eine erreichbare Einrichtung für das IRENA-Programm aus. Er ist froh um die Möglichkeit, an 24 Terminen dort weiter trainieren zu können.

Michael Hanter sagt, dass man Hinweise von Therapeuten nicht als Kritik verstehen sollte.

Michael Hanter schlug selbst vor, in Reha zu gehen, nachdem die Schmerzbehandlung nicht erfolgreich war.

Michael Hanter bekam als Berufsmusiker gute Tipps um Überbelastungen zu vermeiden.

Für Michael Hanter war es schwer, sein freiberufliches Engagement während der Reha zu koordinieren

Michael Hanter war froh, nach drei Wochen Reha wieder selbst bestimmen zu können, wann er was macht.

Michael Hanter notierte seine Anliegen für die Arztgespräche auf einen Zettel und konnte so – trotz geringer Fragen durch den Arzt – seine Punkte ansprechen.

Michael Hanter machte das freie Training auch am Wochenende.

Michael Hanter lernte in der Reha Nordic Walking. Er empfiehlt, dass man sich nicht persönlich angegriffen fühlen sollte durch die Rückmeldungen der Trainer.

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