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Helmut Wurm wurde nach seiner Operation mitgeteilt, dass weit geschnitten werden musste.

Ich bekam eine normale Aufklärung, dann kam die Spinalanästhesie und dann wachte ich auf und bekam im Aufwachraum gesagt: "Wir mussten weit schneiden." Und "weit schneiden" wurde näher beschrieben: Sechs Stunden war ich im OP. Und wie ich nachher im OP-Bericht las, wurde also ein relativ großer Teil, ungefähr eine Stunde, gebraucht, bis man die entsprechenden Ergebnisse aus der Histologie hatte: Krebs, gefährlicher Krebs.

Und daraufhin hat der Operateur dann gesagt: "Linke Seite auch noch wegschneiden", obwohl da laut der diagnostischen Beurteilung über Computertomographie nichts sein sollte. Ich weiß nicht, wie er sich da schlau gemacht hat. Ich bin sicher, er hat erst geschnitten und dann geguckt. Und das fand ich gar nicht gut, weil das die Folgeerscheinungen mit sich gebracht hat, die relativ unangenehm waren oder immer noch sind.

Die Wundheilung war eigentlich problemlos, solange ich einen Blasenkatheter liegen hatte. Ich hatte ja nur fünf Löcher im Bauch oder höchstens sechs. Es gab keine Muskelverletzung, keine Muskelschmerzen, ich war relativ schnell wieder mobil.

(...)

Nur, dass er dann nachher links noch weggeschnitten hat, wo man, wenn man vernünftig ist, sagen könnte: Der hat sowieso die Metastasen im Körper, da muss man nicht auch noch die linken Nerven wegschneiden, wo nichts ist. Und wenn ich sowieso rein prophylaktisch und nach Behandlungsrichtlinien bestrahlen muss, warum soll ich den Nerv noch schneiden?

Also insofern, das muss ich dem Chirurgen ankreiden, war das mindestens eine Fehlentscheidung. Aber wahrscheinlich steht es zu meinem Pech in den Behandlungsrichtlinien so und der hat sich vollkommen korrekt nach seiner ärztlichen Verhaltensweise verhalten, aber für mich persönlich ist es halt scheiße ausgegangen.

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