Ängste und Sorgen

Während der Quarantäne durchlebten unsere Interviewpartner*innen viele Sorgen und Ängste.

Charlotte Peters beschreibt, wie surreal sie die Zeit der Quarantäne empfand und sie die Sorge begleitete, was passieren würde, sollte sich ihr Zustand verschlimmern.

Die Angst, andere angesteckt zu haben und die Schuldgefühle gegenüber Menschen aus ihrem engsten Umfeld, die sie vermutlich angesteckt haben, belasteten viele unserer Interviewpartner*innen sehr.

Klara Augustin machte sich große Vorwürfe, ihre Tochter und ihren Mann angesteckt zu haben.

Gedanken, Schuldgefühle und Ängste in der Familie, mit Freund*innen oder Kolleg*innen anzusprechen half ihnen sehr, ihre Sorgen zu lindern.

Charlotte Peters tauschte sich mit ihrem Mann aus und es wurde klar, dass er sich ebenso viele Sorgen um sie machte, wie sie sich um ihn.

Kira Schneider suchte das Gespräch mit ihrer Hausgemeinschaft über ihre Ängste, Schuldgefühle und über die Erkrankung selbst.

Kira Schneider empfand große Schuld gegenüber ihren Kolleg*innen, die sie vermutlich ansteckte. Sie kontaktierte ihre Kolleg*innen telefonisch und dies nahm ihr die Sorge.

Vereinzelt konnten unsere Interviewpartner*innen der Zeit der Quarantäne auch etwas Positives abgewinnen, z.B. das Zusammenwachsen der Familie in dieser Zeit.  

Klara Augustin sagte, dass die Zeit der Quarantäne sie und ihren Partner näherbrachte.