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Anke Schwartz zieht Kraft aus ihren „Ich-Tagen“: Da macht sie nur, worauf sie Lust hat.

Ansonsten ziehe ich meine eigene Kraft eigentlich auch daher, was ich sonst mache: Einmal die Woche meinen Sport zu machen, ganz für mich alleine. Ich sage dazu: "den Kopf freilaufen". Einfach mal an nichts denken. Oder auch mal an alles denken. Und die Zeit gehört aber auch mir ganz alleine. Ich gehe ganz alleine. Ich will auch niemanden dabei haben. Das sind so ungefähr anderthalb Stunden, die ich mir dann gönne und sage: "Das ist Zeit, die mir gehört." Das ist fast so, wie ein Ich-Tag. Und ein Ich-Tag ist: Was will ich heute machen? Und es geht nur darum, was ich will. Nicht, was andere gerne machen würden, sondern: Was will ich machen?<br />Wenn sich jemand da anschließen will, ist das in Ordnung. Wenn der das aber nicht haben will, dann muss er weg bleiben, weil das ist mein Tag dann. Und so einen Tag suche ich mir immer mal wieder, dass ich sage, ich mache einen Ich-Tag. Meistens bin ich dabei ganz alleine, weil dann mache ich einfach, wozu ich Lust habe. Entweder mal gar nichts tun. Ach, mal gucken, der Haushalt steht da morgen auch noch. Also einfach nur, wozu man selber einmal Spaß hat. Mal einfach nur in der Ecke sitzen und lesen und nach vier Stunden merken: Hupps, vielleicht sollte man mal sich etwas zu essen machen, aber das Buch ist so spannend, ich mache mir ein Brot und lese gleich weiter. Das gehört alles so zu meinem Ich-Tag.<br />Das kann man auch ausweiten mit Gesichtspflege und Haarkur und solche Dinge halt. So einfach nur für sich selber etwas Gutes tun. Wer eine Badewanne hat: Ein schönes Vollbad nehmen. Das kann ich leider nicht, ich habe nur eine Dusche. Aber einfach nur mal solche Sachen tun, wo man wirklich sagt: Das ist für mich ganz alleine. Und wenn ich mir jetzt eine schöne Gesichtsmaske mache, fühle ich mich nun richtig wohl oder wenn ich das Buch lese, das ist unheimlich entspannend. Da hat ein anderer nichts davon, aber das ist ja auch Sinn und Zweck der Sache, dass kein anderer etwas davon hat, sondern man selber. Das sind eigentlich so die Momente, wo ich dann auch wieder Kraft sammle und dann sage: "So, jetzt geht es wieder weiter."

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