Sie sind hier: Startseite / Erfahrungsbereiche / Brustkrebs / Personen / Eva Manz / Eva Manz fragte sich, wie es für ihren Partner ist, keine „normalen“ Frauenbrüste mehr zu sehen. Heute ist das kein Thema mehr.

Eva Manz fragte sich, wie es für ihren Partner ist, keine „normalen“ Frauenbrüste mehr zu sehen. Heute ist das kein Thema mehr.

Und wie geht Ihr Partner damit um, ist das Thema?

Jetzt nicht mehr, nach der ersten OP war das viel Thema, ja. Also da haben wir viel darüber gesprochen. Und viel auch darüber geweint, also das war schon so. Auch eigentlich wenig das Thema Krebs, sondern mehr das Thema Brust. Und heute ist es ganz selten einmal Thema. Ja.
Also als ich das erste Mal Brustkrebs hatte, hatte ich auch mit einer Psychologin darüber gesprochen. Und die hatte mir erzählt von einem Paar, wo die Frau beide Brüste verloren hat durch Brustkrebs und sich die auch nicht wieder hat aufbauen lassen. Und wo der Mann irgendwann zu einer Prostituierten gegangen ist, nur um sozusagen normale Brüste wiederzusehen oder anzufassen. Und da war sozusagen meine erste Reaktion, dass ich dachte: So ein Schwein, so ein "Ah." Das kann ja wohl nicht angehen, wie muss die Frau darunter gelitten haben.
Und mittlerweile denke ich manchmal auch, wie das wohl für meinen Partner ist, sozusagen seit sieben oder acht Jahren jetzt keine Frau mehr- oder keine zwei Brüste sozusagen, keine normalen Brüste zu sehen. Ob er das vermisst oder ob er darüber irgendwie überhaupt noch nachdenkt oder wie das wohl so ist. Ja, aber wie gesagt, das war damals mehr Thema als es jetzt ist.

Artikelaktionen