Sie sind hier: Startseite / Erfahrungsbereiche / Brustkrebs / Personen / Jasmin Nussing / Jasmin Nussing hatte bei der Antikörpertherapie Angst vor einer allergischen Reaktion. Danach war sie sehr müde.

Jasmin Nussing hatte bei der Antikörpertherapie Angst vor einer allergischen Reaktion. Danach war sie sehr müde.

Und dann ist Anfang Januar, weiß ich jetzt nicht mehr, am [Tag] Januar ist dann die Antikörpertherapie losgegangen. Und die dauert ja am Anfang fast drei Stunden, zumindest bei meiner Onkologin, weil diese Vormedikation, damit man nicht allergisch reagiert- das dauert alles seine Zeit. Und sie lassen sie auch am Anfang sehr langsam reinlaufen, um reagieren zu können, falls jemand allergisch reagiert.
Vor dieser Therapie habe ich Angst gehabt, weil eine Mitpatientin, die früher fertig war mit der Chemotherapie, allergisch reagiert hat auf diese Antikörpertherapie. Und die saß also damals so, dass ich direkt auf sie blicken konnte. Und ich mochte diese Frau eigentlich echt gern, habe mich auch gern mit ihr unterhalten und die war nicht mehr ansprechbar und hat auf nichts mehr reagiert. Die hat es also nur noch gebeutelt und hat zwar fünf Decken, glaube ich, gehabt, damit sie nicht so friert. Und den Heizkörper aufgedreht und alles, aber das zu sehen war dann so ein Erlebnis, wo ich gesagt habe: Wenn das bei mir auch so ist bei der Antikörpertherapie, dann weiß ich nicht, ob ich die wirklich mache.
War Gott sei Dank nicht. Ich meine, die Fälle sind vielleicht auch nicht vergleichbar, die Frau ist ja dann doch fast doppelt so alt wie ich gewesen. Ob der Körper das dann anders aufnimmt, ich vermute es, aber da bin ich dann doch mit Angst rein.
Ich war dann nach der ersten oder zweiten Antikörpertherapie mit diesen Medikamenten, dass man nicht allergisch reagiert, einige Male sehr, sehr müde. Und da durfte ich auch nicht selbst Auto fahren. Und ich habe mich auch nicht getraut, selber zu Fuß wieder nachhause zu gehen, obwohl das durchaus möglich gewesen wäre. Ich gehe nur fünf Minuten bis zu meiner Onkologin. Aber da habe ich gesagt: Ich bin so müde und ich muss über die Hauptstraße drüber, wenn ich da irgendetwas übersehe, bloß weil ich da gerade nicht aufpasse und das Auto rennt mich zusammen, dann war jetzt der ganze Schmarren vorher auch umsonst, so ungefähr. Dann brauche ich das jetzt auch nicht und habe mich dann also von meinen Eltern fahren lassen. Jetzt mittlerweile läuft die Antikörpertherapie auf ein Dreiviertel die Stunde und es ist auch kein Problem mehr für mich, dass ich da zu Fuß hin und nach Hause gehe. Jetzt habe ich nächste Woche wieder die nächste Antikörpertherapie und Ende Januar war ich dann das erste Mal in der Strahlentherapie.

Artikelaktionen