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Miriam Sulz-Brechts Tochter war damals ein Baby, irgendwann wird sie mit ihr über den Brustkrebs sprechen.

Hat Ihre Tochter irgendwie reagiert auf Ihre Glatze? Oder Perücke?

Nein, erstaunlicherweise- also, sie wusste, wer ich war. Das hat sie, soweit ich das gemerkt habe, nicht irritiert. Und wenn ich ihr jetzt Bilder aus der Zeit zeige, erkennt sie mich auch. Also das Baby auf meinem Arm, das war für sie am Anfang immer nur ein Baby, das konnte sie noch nicht mit sich in Verbindung bringen, aber sie hat mich erkannt. Also ich weiß nicht, wie es heute so wäre, jetzt, wo sie etwas größer ist und doch mehr mitbekommt.
Also ich sage einmal, wenn man Kinder hat, ist der Zeitpunkt so kurz nach der Geburt gar nicht so verkehrt, wenn man schon mit der Sache zu tun hat, weil das Kind wird es mit Sicherheit irgendwie gespürt haben, aber erstens war es für mich einfacher mit einem Säugling, weil sie konnte nicht weg, sie war einfach zu versorgen, sage ich einmal. Und sie konnte noch nicht so die Ängste haben, wie jetzt ältere Kinder, die das so hautnah mitbekommen, dass die Mutter im Krankenhaus ist und die Haare verliert. Und Kinder spüren ja auch die Ängste der Eltern. Das war bei uns nicht.
Also das habe ich von anderen Müttern anders gehört, wie Kinder dann damit umgehen und in der Beziehung hatten wir Glück. Ich werde irgendwann mit ihr darüber sprechen, keine Frage, ich meine, sie wird auch die Bilder aus der Zeit sehen und es wird jetzt immer ein Thema in unserer Familie bleiben. Sie hat eine Mutter, die Brustkrebs hatte und wenn sie irgendwann einmal in dem Alter ist, wird das auch für sie ein Thema sein.

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