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Miriam Sulz-Brecht will sich vor dem „Projekt Schwangerschaft“ erst komplett durchchecken lassen.

Wichtig ist, dass man seinen Ärzten vertraut, was die mit einem vorhaben. Und das Leben geht weiter. Und wenn man einen Kinderwunsch hat: Es ist möglich. Es ist nicht mehr so selbstverständlich wie bei gesunden Frauen. Man macht sich einfach schon viel mehr Gedanken, auch was die Zukunft bringt. Ob man gesund bleibt, ob man das alles so wagen kann, es ist wirklich schon ein Hin und Her im Kopf. Aber ich glaube, wenn man dann so eine Entscheidung trifft, so das "Ja" zum Leben, sage ich einmal, dann geht es einem auch gut damit. Also ich denke da wirklich jeden Tag darüber nach und denke mir: Doch, das ist jetzt die Entscheidung und ich freue mich auf den nächsten Monat, wo ich meine letzte Tamoxifentablette nehme und dann gucke, was mein Körper macht. Weil, dann kann er mir wirklich zeigen, ob er gesund ist, wovon ich einfach ausgehe. Oder ob da doch noch etwas ist. <br />Also ich werde mich natürlich jetzt noch komplett durchchecken lassen, ganz wichtig. Das ist mir- nein, also ich werde wirklich noch einmal alle Untersuchungen machen lassen: die Organe, Ultraschall, Mammografie, Sonografie, Knochenszintigrafie, das Röntgen der Lunge. Das ist mir schon wichtig, denn wenn ich mich auf dieses Projekt Schwangerschaft einlasse, dann möchte ich auch wissen, dass zumindest zu dem Zeitpunkt, wo ich das entschieden habe oder wo wir das gemeinsam entschieden haben, dass das alles in Ordnung ist. Denn wenn auch nur irgendwo eine winzig kleine Metastase ist, dann hat sich das Thema erledigt. Ganz klar.<br />Dann muss ich schauen, dass ich meinen Körper gesund halte und am Leben halte, mit allen Medikamenten, die man dann halt nehmen kann. Weil ich eben schon dieses eine Kind habe und meinen Mann und die brauchen mich und für die will ich ja auch da sein. Also, ich sehe mich jetzt nicht so, dass ich ein Risiko eingehe. Das hätten mir, denke ich, auch einmal die Ärzte deutlich gesagt. Dass die dann so ehrlich wären und sagen würden: "Nein, also mit Ihrem Krebs oder mit dem Tumor, den Sie hatten, ist das Risiko einfach zu groß." Das würde ich mich nicht trauen, dafür sind dann andere Sachen einfach zu kostbar.<br />

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