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Svea Hauck fand die Therapie verwirrend. Außerdem empfand sie Druck während der Sitzungen und fühlte ihr Leben in Frage gestellt.

Also ich fand, man ist, also sei es jetzt in Einzel - oder halt in so
Gruppengesprächen, ist man mit seinen Verhaltensweisen konfrontiert
worden. Man hat eben irgendwie eine problematische Situation
geschildert, wo man eben nicht so weiß, wie mit umzugehen. Und das ist
dann so auseinandergenommen worden und man wurde in Frage gestellt halt
mit dem, wie man mit der Situation umging. Und dieses in Frage stellen
ist halt irgendwie mir irgendwie immer dann schlecht bekommen, weil ich
mich dann von mir selbst dann entfernt habe, weil ich mich in Frage
gestellt habe. Das war mir äußerst unangenehm. Und wenn man halt mit
einer Situation nicht anders umgehen konnte, eben in diesem Augenblick
oder zu dieser Zeit, dann war das obendrauf noch so ein Druck: „Warum
kannst du denn nur so und nicht anders? Und warum machst du das so? Ist
ja kein Wunder, dass du dann krank bist!“ Und es wurde ja schon gesagt,
also die Psyche hat da ganz viele Auswirkungen. Und natürlich wollte man
daran gegebenenfalls was ändern. Aber man ist halt so, wie man ist, so
von seinem Grundkonstrukt. Ob das sinnvoll ist oder nicht, man ist erst
mal so, und über die Jahre guckt man Sachen vielleicht auch anders an.
Aber ich fand, da war ich auch noch ein ganz junger Mensch und noch
nicht so ganz geformt, und habe eben mein Leben gelebt, wie ich dachte:
Das ist gut! Und dann wurde das in Frage gestellt halt. Wenn man halt so
agiert da, dann ist es ja kein Wunder, wenn man da krank wird. Das war
sehr verwirrend, mir ging es in dieser Zeit auch körperlich schlechter.
Weil das hat einfach einen Druck auf mich ausgeübt.

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