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Holger Pfleger versucht seine Behinderungen zu akzeptieren.

Durch die Behinderungen ist natürlich der konditionelle Zustand nicht mehr so gegeben. Also all das, was ich jetzt körperlich einfach durch den Krankheitszustand nicht habe machen können. Das ist klar.
Das habe ich auch selbst gespürt, dass ich nicht mehr kann. Aber das muss man einfach irgendwo dann für sich sagen: Das geht nicht mehr. Das kannst du nicht mehr. Aus dem Alter bist du raus.
Aber das muss man natürlich dann auch sagen: Okay, das ist so. Es akzeptieren. Und dann muss man da nicht versuchen wie gegen Windmühlenflügel zu kämpfen.
Was hilft beim Akzeptieren? Können Sie das einfach so?
Ja, bisher konnte ich das oder kann ich das. Ich fühle mich jetzt nicht in meiner Mannesehre durch die Behinderung gekränkt. Aber es gibt einfach Situationen, dann sind bestimmte Dinge nicht mehr möglich.
Und für mich heißt das, das kann ich nicht rückgängig machen. Und das will ich natürlich dann auch nicht, weil ich mich mit dem jetzigen Zustand doch noch meines Lebens erfreuen kann und das auch tue.
Ohne diese Akzeptanz fällt einem der Alltag schwer und wird irgendwie zu einem Siechtum. Man muss aktiv bleiben im Rahmen dessen, was man trotz der Behinderung kann. Die muss man wirklich mitnehmen.
Wir sprechen dann immer von dem Faktum: Die Behinderung ist und wird nie mein Freund werden. Aber ich muss sie akzeptieren, um irgendwie auch noch frei leben zu können. Ich kann mich nicht diesen Dingen unterordnen. Da muss ich drüber stehen.
Ich denke, das ist eine ganz wichtige Sache, dass man diese Behinderung so angeht.

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