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Jutta Groß erzählt, wie ihre Konzentration und Merkfähigkeit beeinträchtigt wurde.

Gibt es noch andere Dinge, die sich verändert haben durch den Krebs, durch das Stoma?
Meine Konzentration, meine Merkfähigkeit. Ich habe meinen Haustürschlüssel jetzt an ein Bändel gemacht, wo ich um den Hals hängen kann, weil ich dann nur am Suchen bin. Ich bin am Dinge suchen, wo ich nicht weiß, wo ich es hingelegt habe. Also so vom Kopf her funktioniert es eigentlich nicht mehr wirklich so.
Wie haben Sie das gemerkt? Oder wurde Ihnen das gesagt?
Nein, ich habe das- Ich musste ja immer meine Kinder fragen: "Habe ich das schon erledigt? Wo habe ich das hingemacht? Wo ist jetzt das schon wieder?" Also man merkt das ja, dass man- ja, wenn ich nicht mehr weiß, ob ich das erledigt habe. Ja, oder immer was am Suchen. Wo habe ich jetzt das wieder hingelegt?
Ich habe jetzt letztens einen Fragebogen von der Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen, wo ich ausfüllen sollte, damit die das wieder überprüfen. Vielleicht brauchen sie ja nicht mehr bezahlen so. Und da habe ich das ausgefüllt. Ich wusste nicht- Ich habe die nochmal angerufen und habe gesagt: „Schickt mir nochmal einen Zettel. Ich weiß nicht, wo ich es hingelegt habe.“
Und das kam plötzlich?
Nein, das kam nach dem zweiten Mal. Nach der Narkose, nach der Chemo. Keine Ahnung. Das war halt auf einmal dann. Das war dann einfach für mich dann bewusst. Weil mit Chemo, da geht ja nicht viel. Da machst du ja nicht viel. Und wenn dann langsam der Alltag wieder losgeht, dann wird einem das erstmal bewusst, wo die Defizite überhaupt sind und was nicht mehr geht.

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