Sie sind hier: Startseite / Erfahrungsbereiche / Darmkrebs / Personen / Jutta Groß / Jutta Groß fühlte sich allein gelassen und hätte sich psychologische Unterstützung gewünscht.

Jutta Groß fühlte sich allein gelassen und hätte sich psychologische Unterstützung gewünscht.

Was ich mir wünschen würde, für vor allem Alleinerziehende, egal was für Krebs oder egal was für eine schwere Krankheit. Dass, wenn man die Prognose kriegt, dass gleichzeitig irgendwo jemand kommt oder der Onkologe sagt: "Hier ist eine psychologische Betreuung. Wir machen da gleich einen Termin, kommen Sie mit ihren Kindern." Und dass man das miteinander beredet. Das hätte ich mir gewünscht. Dass man nicht so alleine gelassen wird mit dieser Prognose Krebs. <br />Weil es ist unendlich viel. Dann liegt man da krank. Man kann nichts mehr. Man muss sich um so viel kümmern als kranker Mensch. Gerade, wenn man alleine ist. Also das ist unglaublich. Und dann ist ja auch niemand mehr zuständig, wenn die Kinder mal über 13 sind. Da ist keine Krankenkasse, wo eine Haushaltshilfe bezahlt. Nix, niemand ist da. <br />Da hängst du wirklich da und bist auf gute Freunde angewiesen. Weil ich habe keine Eltern mehr. Meine Geschwister wohnen weiter weg. Also bin ich wirklich alleine. Ja. <br />Und dann ist man wirklich nur auf gute Freunde angewiesen, die dann einem auch helfen. Aber das ist dann schon wirklich, weil es wirklich niemanden. <br />Ich bin auf das Jugendamt gegangen, habe da nachgefragt. Gerade als ich ins Krankenhaus musste: "Was ist mit den Kindern?" So, das würde ich mir wirklich wünschen, dass da psychologischer Beistand irgendwie was da wäre.

Artikelaktionen