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Jutta Groß' Sohn erbte die FAP und zog sich von seiner Mutter zurück.

Wie hat es denn Ihr Sohn bisher erlebt?
Ich glaube, dem ging es ganz schlecht. Ich glaube, für ihn war alles zu viel. Der hat dann eben mit dieser Prognose, dass er auch die familiäre Polyposis hat. Und seine Pubertät. Und was war dann, ein Vater, der nie da ist für ihn. Und, ja, eine krebskranke Mutter. Ich glaube, das war einfach alles zu viel. Er hat sich zurückgezogen in sein Zimmer an den PC, sich eingeschlossen. Kam nur noch raus zum Essen, wieder rein, eingeschlossen. Ging nicht mehr zur Schule. Zu sämtlichen Ärzten gerannt, Hilfe gesucht, Beratungsstellen. Das ist schon schlimm.
Konnten Sie mit ihm da auch drüber sprechen?
Nein. Der war schon so mit seinem Kopf durcheinander da. Der hat mich gehasst. Der konnte nicht mehr neben mich sitzen. Beim Doktor ist er fünf Stühle weiter gesessen, nur damit er nicht neben mir sitzen muss.

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