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Klaus Wippich dachte oft, dass die Leute sich nicht trauten, ihn auf sein Stoma anzusprechen.

Weil abends, wenn man dann zusammen sitzt, wenn man unterwegs ist, dann merkt man ja, jetzt wollen bestimmt, kommen Fragen auf. Die kommen aber indirekt. Das ist ja oft so, dass-. Das ist eines der Sachen, die einen belastet, auch was das Stoma anbelangt, dass die Leute nicht getrauen zu fragen. <br />Und dann lädt sich so was auf im Raum. Man merkt genau, eigentlich wollen die jetzt wissen, was da Sache ist. Aber getraut sich keiner zu fragen. <br />Ich habe dann oft, bin vorgeprescht. Habe das offen angesprochen. Habe dann in Einzelfällen gemerkt: Das war total falsch. Meine Wahrnehmung war total falsch. Die wollten das überhaupt nicht wissen.<br />Und in anderen Fällen war es genau richtig, waren die froh. Haben gesagt: „Mensch, Gott sei Dank hast du jetzt endlich mal das thematisiert, dass man da weiß so.“ <br />Das Ganze hat sich an harmlosen Sachen oft aufgetürmt. Und das ist das Thema Essen. Ja, also wenn es Gemeinschaftsessen gibt bei Tagungen oder so was und plötzlich. Und am Anfang musste ich unheimlich aufpassen mit dem Essen. Da habe ich bestimmte Sachen überhaupt nicht vertragen. <br />Und das hat dann zu richtig blöden Folgen geführt. Also, der Darm, der ist dann laut geworden. Oder der Darm-. Oder ich musste eben dauernd auf das Klo. Also entleeren und alles. Und das mitten in irgendwelchen wichtigen Sitzungsphasen zum Beispiel.

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