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Lisa Roth macht es unsicher, dass ihre Familie auch erkranken könnte.

Und es ist immer noch schlimm, wenn ich zu diesen ganzen Nachsorgeuntersuchungen gehe, die ich mein ganzes Leben lang machen muss. Oder wenn jetzt meine Schwester ihre Untersuchungen machen muss oder meine Tochter, die mit 25 das erste Mal halt zur Darmspiegelung gehen musste. <br />Und die Tatsache, dass meine Tochter durch mich eventuell diesen Gendefekt geerbt haben kann, das ist schon sehr heftig. Das gibt mir zum einen so ein Schuldgefühl, zum anderen auch eine unendliche Verantwortung auch. Dass ich halt immer wieder denke, ich muss gucken, dass für sie alles in Ordnung kommt, dass sie halt ihre Termine einhält, dass sie halt auch das alles so verinnerlicht. <br />Ich kann ihr nicht meine Ängste aufbürden. Und ich kann auch nicht mit ihr über meine Ängste sprechen. Aber es ist auch unheimlich wichtig, dass sie diese Ernsthaftigkeit des Gendefekts oder dieser Vorsorgeuntersuchung jetzt in ihrem Fall auch einhält. Und da so diesen Spagat zu machen, ist manchmal auch sehr schwierig. Also ich will jetzt auch nichts übertreiben und ich will auch ganz bestimmt nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen, aber ich weiß eben auch, wie wichtig so eine Vorsorgeuntersuchung ist. Und so eine Darmspiegelung ist zwar keine besonders angenehme Sache, aber ich weiß, dass mit einer Darmspiegelung, dass man danach eben auch weiß, dass dann alles gut ist. Und man bekommt sofort das Ergebnis: man ist halt krebsfrei.

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