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Norbert Wagner hat die vielen Nebenwirkungen in sein Leben integriert.

Aber in dieser Zeit zwischen den Besuchen, wie ich immer sagte, in meiner Cocktailbar, da merkte ich schon, dass etwas mit mir anders war. Ja, so ungefähr genau 24 Stunden danach, da konnte ich das Essen nicht mehr bei mir behalten. Einmal Erbrechen. Aber dann auch nicht wieder. Die Nase lief wie ein Sturzbach. Teilweise war auch Blut im Taschentusch. Und es zeigte sich, dass in der Zeit danach auch immer wieder Blut im Taschentuch war. Das heißt, die Schleimhäute reagierten. <br />Ganz klar, Schleimhäute bestehen aus Zellen, die sich sehr, sehr häufig erneuern. Und die Chemotherapie zielt, weil es bei den Tumorzellen auch so der Fall ist, gerade auf Zellen, die sich sehr, sehr schnell erneuern. <br />Insofern auch die Reaktion des Darms, der Darmschleimhaut, mit Durchfällen. War ganz normal. War natürlich lästig. Das schränkt auch die Bewegungsfreiheit ein. Aber man kann sich darauf einstellen. Und es gibt auch Medikamente dagegen. <br />Ich hatte also gelernt, so mit der Chemotherapie zu leben. Und habe die Begleiterscheinungen hinterher im Grunde in mein normales Leben integriert.

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