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Oskar Lord-Grebl ist überzeugt, dass die Person des Arztes selbst eine hervorragende Medizin ist.

Haben Sie eine Botschaft an Ärzte?
Ja, selbstverständlich. Wenn alle oder wenn viele Ärzte so mit ihren Patienten umgehen, wie meine mit mir umgegangen sind, sind sie selber, ist ihre eigene Person, unabhängig von den Pülverchen und Wässerchen, sind sie selbst eine hervorragende Medizin.
Wenn- ein Beispiel: Wenn meine Frau mich besucht in der Krebszeit im Krankenhaus. Und der Arzt sagt: „Ach, Sie sind die Frau [Ehefrau]. Gehen Sie doch bitte mal eben fünf Minuten raus. Ich muss dringend was mit Ihrem Mann besprechen.“ Oder „wir müssen das und das tun“. Dann ist das deplatziert. Wenn der Arzt sagt: „Sie sind die Frau [Ehefrau]. Sie besuchen Ihren Mann. Das ist aber nett, dass Sie so oft, dass Sie täglich kommen.“ Oder „gell, Ihnen fällt es auch nicht leicht. Sie haben selber mit sich, sehe ich, zu tragen und zu kämpfen.“
Wenn der Arzt die Frau des Kranken oder umgekehrt den Mann der Kranken mit einbezieht, annimmt, dann schafft er eine positive Stimmung. Dann gewinnt er nicht nur den Kranken, sondern die ganze Familie. Dann gehen die Leute nach Hause, sie gehen in die Öffentlichkeit und sagen: „Nach [Stadt] kannst du gehen. Das ist ein hervorragendes Krankenhaus. Der Chefarzt ist gut." und und und. Nicht nur „das Essen ist gut“, oder „das Essen ist nicht so gut“, sondern ich möchte den- allen Leuten, die im Krankenhaus arbeiten, sagen, sie sollen sich so kommunikativ wie möglich- positiv kommunikativ darstellen. Und auch mal einen Händedruck und nicht nur ein distanziertes „Guten Tag“. Nähe, Wärme, Spur von Wärme.
Das ist meine Bitte an alle, die, ich sage jetzt nicht Ärzte, an alle, die im Krankenhaus arbeiten. Denn die Schwestern, selbst die Putzfrauen, die sind ganz, ganz wichtig.

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