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Sonja Novotny hatte immer Glück bei ihren Kontakten mit Kostenträgern und war froh, Beamtin zu sein.

Ich habe, nein ich habe überall, wo ich angerufen habe, ich habe immer nur einen an der Leitung gehabt, der mir gesagt hat: „Ja, das machen wir so und so. Da kümmere ich mich darum. Da brauchen Sie sich gar nicht darum zu kümmern.“ Ich hatte keine Schwierigkeiten. Ich habe eine Kollegin, die sagt: „Also, weißt du, wenn ich anrufe, ich werde immer nur vertröstet. Und dann geht immer alles nicht.“
Ich kann von solchen Dingen nicht erzählen. Ich hatte es nie. Ich habe keinerlei negative Erlebnisse. Ja, ich hatte ein riesen Glück, von Anfang an. Wenn es nur so bleibt.
Und dann muss ich auch sagen, ich habe ein Privileg, ich bin Beamtin. Und der Staat sagt da also in jedem Fall- es hat mich nie während der ganzen Krankheit irgendeiner gefragt: "Wie lange dauert es denn noch?" Also ich habe dann von anderen gehört, wenn Sie nicht im Beamtenverhältnis sind, dann ist das schon nicht so locker zu sehen, wenn Sie ein oder zwei Jahre in irgend- es ist ja auch verständlich, wenn Sie in einem Betrieb zwei Jahre ausfallen, die Stelle muss ja besetzt werden, es geht ja nicht.  
Und beim Staat ist das nicht so. Und dann hat man hier auch die Möglichkeit mit Wiedereingliederung. Wenn ich also heute wieder in die Schule gehe, dann bin ich nicht gleich am Tag vier Stunden dort, sondern dann komme ich einmal mit einer oder zwei Stunden. Und das ist einfach Luxus. Und das hat mir natürlich auch das Ganze sehr viel erleichtert, weil ich ja keinem Stress in keiner Phase irgendwo ausgesetzt war.
Toll.
Ja, es war toll. Und dann hat man eben als Beamter auch noch den Luxus, der sie- also ich meine, das wird wahrscheinlich jeder haben, dass er eher in Ruhestand gehen kann, wenn er krank ist. Und das konnte ich dann auch noch nutzen. Und deswegen bin ich heute, hoffentlich gesund und munter in meinem wohlverdienten Ruhestand. Hoffentlich.

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