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Sylvia Herrmann beobachtet sich ständig, besonders vor den Nachsorgeuntersuchungen.

Man sitzt dann da, man sitzt sich abends um und man denkt: Waren das schon immer drei Leberflecken? Sahen die schon immer so aus? Und dann überlegt man wirklich, man überlegt wirklich an jedem Scheiß, das ist- es zwickt einen hier irgendwo. Was ist das jetzt? Darf das da zwicken? Könnte das irgendwie etwas anderes sein? Warum tut mir dieses weh? Warum tut mir jenes weh? Warum fühle ich mich so? Warum fühle ich mich so? Das- man fragt sich ständig. Man beobachtet sich ständig, das ist irgendwie das, was so besonders lästig ist eigentlich. Man kann es nicht vergessen. Es ist- vor den Nachuntersuchungen ist es ganz besonders extrem, so die Wochen vorher. Ich habe das jetzt gerade im November hatte ich gerade erst wieder, ja, Kontrollultraschall und diese Geschichten. Ich soll sauber sein. Betonung auf „soll“ sauber sein. Nichts genaues weiß man nicht. Ich bin jetzt wieder im November dran. Also ich komme jetzt so langsam runter, dass ich sage: „Okay, im Moment ist es nicht ganz so prekär.“

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