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Bettina Neumann ist seit ihrem Herzinfarkt nicht mehr so belastbar bei der Arbeit wie früher.

Interviewerin: Und können Sie was erzählen, ob sich vielleicht der Diabetes oder der Herzinfarkt auch auf die Arbeit ausgewirkt haben.

Mit Sicherheit, möchte ich sagen, ich bin nicht mehr so belastbar wie früher. Wo ich früher Doppelschichten gemacht hab – wenn es mal Not am Mann war, hat man schon mal eine Woche von früh um sechs bis abends um zehn gemacht. Das könnte ich heute nicht mal mehr zwei Tage.
An was es liegt, ich weiß es nicht. Ich bin ja auch nicht ständig im Kühlhaus, aber wenn jetzt Tiefkühlware aufzufüllen ist und so, dann muss ich schon mal da rein. Aber das könnte ich nicht mehr.

Interviewerin: Und haben Sie irgendwelche Strategien oder wie gehen Sie damit um, dass Sie merken, Sie sind nicht mehr so belastbar bei der Arbeit?

Wie gehe ich damit um? Indem ich mich, wenn es brenzlig wird an die Kasse verkrümele.

Kasse will immer niemand machen, ich weiß nicht aus welchem Grund.
Dann gehe ich eben an die Kasse. Gut, da sitzt man den ganzen Tag oder wenn mal wirklich mal auf Toilette muss, muss man eben betteln und durchrufen, dass mal jemand kommt, aber ansonsten ist das nicht die schlechteste Arbeit. Ich will nicht sagen, dass ich mich jetzt vorm Auspacken drücke, was wirklich eine schwere Arbeit ist. Es gibt auch welche, die packen nicht gerne aus, weil sie da ein bisschen mehr laufen müssen. Aber Gemüse auspacken, so was mache ich schon ganz gerne. Aber wenn es geht - und da haben eigentlich auch alle Verständnis dafür - gehe ich an die Kasse.

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