Sie sind hier: Startseite / Erfahrungsbereiche / Diabetes Typ 2 / Personen / Ernst Ritter / Um seine Bauchspeicheldrüse zu schonen, wollte Ernst Ritter auf Insulin umsteigen. Da dies appetitanregend, wirkt ist Selbstdisziplin für ihn besonders wichtig.

Um seine Bauchspeicheldrüse zu schonen, wollte Ernst Ritter auf Insulin umsteigen. Da dies appetitanregend, wirkt ist Selbstdisziplin für ihn besonders wichtig.

Und eben auch über die Selbsthilfegruppe, man hat ja auch die Medikamente vorgestellt bekommen. Was bewirken diese Medikamente, was tun die? Und dann war´s für mich eigentlich klar, dass ich versuchen möchte sofort mit Insulin einzusteigen. Weil die Medikamente haben im Prinzip – die meisten jedenfalls – die Eigenschaft, dass sie die Bauchspeicheldrüse melken, das heißt also nachts zu mehr Aktivität antreibt. Und da hab ich mir gedacht: gut, wird vielleicht noch öfter der Fall kommen. Der Vergleich mit dem Auto: fahren Sie auf der Autobahn immer Vollgas? Das wird kein Motor durchhalten, wenigstens nicht lange. Sondern für mich war eigentlich die logischere Lösung, dass man versucht die Bauchspeicheldrüse zu schonen. Wie geht das? Indem ich dem Körper Insulin zuführe. So und aus dem Grund hatte ich dann eben versucht über einen Diabetologen sofort das Einsteigerinsulin zu bekommen. Birgt Gefahren, haben die Diabetologen nicht so gerne. Warum? Insulin steigert den Appetit. Mehr Appetit bedeutet mehr Insulin. Mehr Insulin bedeutet mehr Appetit. Es ist also ein Teufelskreis, wenn man so will und drum ist eben eine gewisse – Man muss den Schweinehund selber überlisten. Insulin ist hervorragend, Diabetes lässt sich also wunderbar damit behandeln. Wenn ich eine Tablette nehme – ich kann jetzt nicht sagen, okay heut' habe ich eine Geburtstagsfeier, heut nehme 2 Tabletten, weil ich vielleicht irgendwo hinten sitze und sag ich bin Diabetiker, kann ich nicht. Das ist grundsätzlich der verkehrte Weg. Bisserl Lebensqualität will man auch noch haben. So! Und dann gibt es halt viele Leute, die halt dann glauben, sie können das Ganze, den Diabetes sag ich mal so überleben, indem sie also dann prinzipiell alles ablehnen, was zu einem höheren Zuckerwert führt. Man muss es sagen, was ist das führ ein Leben? Ja. Das will ich nicht. Und so hab ich halt jetzt die Möglichkeit mit dem Insulin: Ich habe heute Geburtstag. Ich nehme mir mein Insulin mit, ich nehme mir mein Messgerät mit. Und wenn es dann am Nachmittag einen Kuchen gibt, okay, dann kann ich ruhig mal zuschlagen, muss ich halt abspritzen, hab ich kein Problem. Aber es sollten Ausnahmen sein. Das ist das ganz Wichtige dabei. Es sollte nicht so sein, dass ich sag: „Okay, heut' ist das Wetter schön oder nicht so schön, heut ess‘ ich ein Stück Kuchen, heut ess‘ ich lieber 2“. Und dann messe ich, ist er zu hoch, spitz ich ab. Das funktioniert auf die Dauer nicht besonders gut. Darum, eine gewisse Disziplin muss man voraussetzen und die Leute sollten das kapieren. Also was ein großes Problem ist, das halt meistens der – man spricht ja heut nicht von Altersdiabetes oder irgendwie, sondern es gibt den Typ1 und es gibt den Typ2. Typ1 der hat´s halt von Geburt an. Ursachen gibt es verschiedene, Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder wie auch immer. Und der Typ2 ist einfach der Typ, der sich ganz einfach im Alter sich, wo die Bauspeicheldrüse sagt: sorry, das war´s halt schon langsam.

Artikelaktionen