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Kurt Bröcker fühlt sich von seiner Krankenkasse allein gelassen. Eine Broschüre mit Ernährungstipps erhält er von einem Medikamentenhersteller.

Das muss man also auch mal ganz klar dazu sagen. Die Krankenkassen helfen einem nicht dabei, wenig. Es wird also - ich hab das also dann mal am Anfang angeleitet. Ich bin in der [Krankenversicherung], da gibt es also auch so eine - sag ich mal Diabetikergruppe oder irgend sowas - da hatt' ich mich dann also mal angemeldet. Das ist aber auch komplett irgendwo, sag ich mal, im Sande verlaufen.

Diese Briefchen, zwei Briefchen hab ich mal gekriegt und dann war das also auch wieder Feierabend. Da kam also nichts mehr und ich habe also nur festgestellt: Als Diabetiker, man muss alles selber bezahlen. Das geht los, wenn man spritzt, dann werden die Messstäbchen bezahlt. In dem Moment wenn man aufhört zu spritzen dann wird also weder ein Messstäbchen bezahlt. Es wird gar nix mehr bezahlt. Man kann also das was man also braucht nur noch selber kaufen und die Krankenkasse ist meiner Meinung nach bei dieser ganzen Sache keine Hilfe.

Interviewerin: Sind Sie also auch nicht in ein Diseasemanagement gekommen oder so?

Nein, ich sage ja, ich hatte mich bei der [Krankenversicherung] angemeldet, dann kamen zwei oder dreimal ein Brief: „Wir bauen das und das auf. Wir machen das und das.“ Und ich glaube, das ist schon seit zwei Jahren vorbei da habe ich überhaupt keine Post mehr gekriegt. Das Einzige, was also immer noch kommt, das ist glaube ich vom [Pharmaunternehmen], die schicken also immer noch regelmäßig so einen Newsletter, nennt sich das. Bestimmte eben halt Tipps, was man so machen kann oder - ist so eine kleine Broschüre immer. Das ist also eigentlich immer ganz interessant, sind Rezepte drin. Da sind also verschiedene Sachen drin, was man also als Diabetiker eben halt besser machen kann, was möglich ist. Das wundert mich eigentlich immer so ein bisschen, dass ein Medikamentenhersteller solche Sachen also irgendwo dann bringt und von der Krankenkasse hören Sie nichts. Aber hier, wie gesacht, Medikamentenhersteller die machen das also eigentlich sehr schön. Da sind also auch viele Tipps dabei die man also verwerten kann.

Interviewerin: Also so lebenspraktisch.

Lebenspraktisch vom Essen her.

Interviewerin: Weil Sie ja auch gar keine Medikamente jetzt nehmen?

Ja, richtig also auch eben halt vom Essen her. Bestimmte Abläufe, dann werden auch mal Tipps gegeben, dass es also irgendwo heißt: das und das sollte man machen. Oder eben halt man Naturheilmittel oder so als Unterstützung oder - Es sind eben halt bestimmte Sachen, die man teilweise also sehr gut verwerten kann. Aber nicht von der Krankenkasse. Die Krankenkasse lässt einen damit eigentlich im Walde stehen.

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