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Sebastian Bayer möchte seinen Körper mit Hilfe eines Diagnosegerätes und Teststreifen besser kennenlernen. Es macht ihn wütend, dass er dies selbst zahlen soll.

Ich möchte als – jetzt hätt‘ ich schon fast wieder Selbstironie „staatlich anerkannter Diabetiker“ gemacht – also ich möchte als Diabetiker einfach um mich und mein Körper und diese Erkrankung, diese Stoffwechselerkrankung besser kennen zu lernen wie die reagiert, möchte ich auch wenn ich Typ2 bin, ja, möchte ich ein Diagnosegerät haben und möchte Teststreifen haben. Und zwar nicht, weil ich mir das selber kaufen muss alles, besorgen muss. Natürlich kann man irgendwann sagen, so: „Ok, das gibt es nicht vom Staat.“ Also nach dem Motto „ich bin nicht heroinabhängig also krieg ich auch kein Methadon.“ Aber Methadon kann eventuell für diese eine oder andere Geschichte auch hilfreich sein. Aber nein, Sie müssten leider erst Heroin spritzen, dann würden sie auch Methadon auf Kasse bekommen. Und so fühl ich mich irgendwie als Typ2-Diabetiker. Im Grunde genommen müsste ich das erste Mal Insulin spritzen, um dann die Berechtigung zu haben durch die Kasse, also dass die die Kosten tragen für so ein Diagnosegerät und Teststreifen. Und das find ich einfach abartig. Und jetzt kann es natürlich sein, dass das vielleicht – weil ich Typ2-Diabetiker kenne, die das bekommen von der Kasse – jetzt kann es sein, dass meine Ärztin da eventuell nicht auf den letzten Stand ist und sagt „Nee, selbstverständlich können Sie das kriegen.“ Ja da ist jetzt wieder meine Eigeninitiative gefragt, dass ich direkt bei der Kasse anrufe und sag: „So, ich mache hier DMP seit über einem Jahr. Warum bekomme ich denn von euch nicht so ein Diagnosegerät gestellt beziehungsweise die Kosten ersetzt für ein Diagnosegerät und Teststreifen?“ Wenn sie dann sagen: „Wieso, kriegen Sie doch?“ Naja, können Sie sich dann vorstellen, was ich dann mache? Ja. Nee, also dann denk‘ ich mal bleibt mir wirklich nur noch eine Möglichkeit. Also das kann ja wohl nicht angehen so was, zu sagen: „Nee, gibt es nicht. Sie sind Typ2.“ Ja. Aber sonst kann ich zu der Krankenkasse nichts weiter sagen. Wir in [Name einer Stadt] oder ich sag [Namen von 5 Städten] mal haben wir eh das Problem, dass man uns anrät wieder die Krankenkasse zu wechseln. Das kommt eh zum Tragen und ich kann bei der neuen Kasse natürlich schon mal anfragen: „Sag mal, wie unterstützt ihr denn die Behandlung der Krankheit Diabetes mellitus?“ Egal ob nun Typ1 oder Typ2, da kann ich schon natürlich schon mal vorher anfragen. Das kann ich schon machen. Aber wenn jetzt die Alternativkasse sagt: „Nee, selbstverständlich kriegen Sie als Typ2-Diabetiker die Kosten ersetzt für Diagnosegerät und Teststreifen“ und die jetzige Krankenkasse nicht, ja, dann wechsel ich, weil Diabetes mellitus hab‘ ich ja. Na ja, ganz einfach. Dann wechsel ich. Ja. So viel zum Thema Krankenkasse.

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