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Bettina Reinhard bekam anfangs kaum Information und erkundigte sich bei Bekannten, die auch Anfälle hatten.

Das Schlimme ist im Grunde genommen gewesen, es wurde überhaupt nichts gesagt, was passiert ist – es hielt niemand für nötig einem mal zu sagen, was das überhaupt ist, ein epileptischer Anfall. Auf die Frage: „Warum habe ich diesen Anfall bekommen?“, wurde dann nur rumgedruckst – vielleicht ein Zeckenbiss oder weiß ich nicht was, also eine genaue Antwort konnte mir niemand geben. Das einzig Positive war im Grunde genommen, das man gleich eine Kernspintomographie gemacht hat, ob ich halt einen Hirntumor hatte. Das war dann halt, Gott sei Dank, nicht der Fall.

In meiner Verzweiflung, weil ich ein Mensch bin, der für alles irgendwie eine Erklärung braucht, habe ich dann zwei Leute angerufen von denen ich wusste, dass die auch mal einen Anfall hatten. Die Eine ist eine alte Freundin mir, die hat einen Hirntumor gehabt - und ist heute Psychotherapeutin. Und die habe ich angerufen und die hat sofort zu mir gesagt: „Das schaffst Du alleine nicht, sage denen Bescheid, dass Du psychologische Unterstützung brauchst.“ Das habe ich dann dort auch in der Klinik gesagt, die haben mich dann da irgendwo hingefahren, fragen Sie mich nicht, es war irgendein Institut. Ich habe denen das dann da irgendwie erzählt -, aber ich hatte jetzt nicht den Eindruck- also es war jetzt keine Hilfe für mich, was da abgegangen ist. Und ja, bin dann halt wieder zurückgekarrt worden und ich muss ganz ehrlich sagen, also dieser ganze Aufenthalt in der Klinik, das war – Hölle.

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