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Cornelia Schmitt ist es wichtig, niemanden mit ihren Anfällen zu überraschen.

Wie gehen Sie denn damit um, wenn Sie neue Menschen kennenlernen, oder auch, wenn neue Kollegen kommen, oder neue Chefs, neue Arbeitsstellen- teilen Sie das früh mit oder ist das etwas, was Sie eher nicht mitteilen? Wie handhaben Sie das?

Das handhabe ich ganz leger. Sämtlichen Kollegen und Kolleginnen, die das unbedingt wissen müssen, also mit denen ich täglich zu tun habe, denen erzähle ich sofort, was mit mir Sache ist. Dass ich die Epilepsie habe, dass ich die und die Medikamente einnehmen muss und erkläre ihnen auch, was sie im Falle eines Falles, also im Falle eines Anfalls, tun können oder auch tun müssen, damit niemand vor mir steht: „Oh Gott, was ist denn jetzt mit der los.“

Das ist mir einmal passiert, da war ich noch verhältnismäßig jung, da hatte ich einen neuen Kollegen im Büro und da habe ich mir gedacht: naja, du wirst ihm das jetzt nicht gleich erzählen, wartest mal ein paar Tage hin und dann passierte der Anfall und der war auch noch recht übel. Ich bin mit dem Kopf auf den Schreibtisch aufgeschlagen und hatte dann eine Platzwunde und er wusste von nichts. Das war mir dann hinterher so peinlich, weil er überhaupt nicht wusste, wie reagiere ich, was mache ich jetzt. Es war damals mein Glück, dass im selben Haus eine Ärztin ihre Praxis hatte und er ist dahin gegangen und hat sich Hilfe geholt. Und von da an, habe ich das dann immer so gehandhabt, sämtliche Leute, die jetzt immer mit mir zu tun haben, sofort zu informieren. 

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