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Dagmar Schuster berichtet, wie schwer es ist, einen Psychotherapieplatz zu bekommen

Wenn Sie heute einen psychologischen Termin haben wollen, dann müssen Sie sich erst mal auf die Warteliste setzen lassen. Die sind voll auf besetzt. Oder auch- ich war letztes Jahr in [Reha-Einrichtung in Kleinstadt]. Ja, da war eine Psychologin, die war lieb und nett. Aber sie hat gesagt, gleich am Anfang, sie ist sechs Wochen nur da. Nach sechs Wochen sollten wir eine andere haben. Hätten Sie Lust, jedem das vom Anfang bis zum Ende zu erzählen und dann nochmal? Hätten Sie auch keine Lust, oder? 

Ich bin jetzt auch auf dem Stand, ich habe da eigentlich auch keine Lust zu, immer wieder von vorne anzufangen. Dann haben Sie mal eine, ja dann geht das halt nicht mehr bei der, dann suchen Sie sich wieder eine andere. Dann kommen Sie auf die Warteliste. Und so. Verstehen Sie, das ist ein Kreislauf ohne Ende. Und die meisten Psychologen, deswegen- Also, das wäre halt auch gut, das fehlt eigentlich auch bei uns: Viele Psychologen kennen sich mit Epilepsie auch nicht aus. 
(…)
 
Also ich finde das ganz schlimm. Also, bei einer war ich, die hat dann die ganze Zeit gewippt. „Ja, dann erzählen Sie mal und was ist da überhaupt und ja“ und, da habe ich dann auch gedacht- Also, die hat jetzt halt schon gewusst, was Epilepsie ist, aber die konnte sich die ganzen, die ganzen Schwerpunkte, konnte die sich gar nicht vorstellen. Und das-ja.
Ist schwierig,  ja.
Ja. Also Psychologen müssten viel, viel mehr- auch gerade für Epilepsiepatienten geben, die geschult sind für Epilepsie, weil das ein Spektrum für sich ist


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