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Katharina Sommer hat bei der Berufsentscheidung nicht an die Epilepsie gedacht, war aber indirekt dadurch geprägt

Wie war das bei Ihnen, also auch mit der Berufsentscheidung, Berufswahl. Hat die Epilepsie da eine Rolle gespielt für Sie?

Indirekt, ja. Weil ich glaube, dass ich das geworden bin, was ich geworden bin, weil ich dadurch geprägt war, durch die Epilepsie. Also ich- das war ziemlich schnell klar, dass ich einen sozialen Beruf machen werde und ich war schon so ein bisschen - damals Kämpfer für diejenigen, die irgendwie benachteiligt sind. Also ich glaube, das hat schon meine Berufswahl geprägt oder auch- also die Inhalte, für die ich mich interessiert habe waren Psychologie (lacht), Pädagogik, Medizin. Also, und das- ja, ich denke, das kommt nicht von ungefähr.
 
Aber, ich habe mir nie überlegt- zu dem Zeitpunkt, wo ich mich entschieden habe, habe ich nie überlegt, dass es sehr schwierig sein könnte, wenn ich nicht anfallsfrei werde, dass ich den Beruf eigentlich gar nicht machen kann. Da habe ich nicht darüber nachgedacht zu dem Zeitpunkt. Da habe ich mich einfach dafür entschieden (lacht). Und später war ich dann froh, dass ich anfallsfrei war, weil ich dann gedacht habe: Naja, sonst wäre das gar nicht möglich. Also, da habe ich nicht bewusst darüber nachgedacht.
Das hat mich im Nachhinein echt erstaunt. Aber es ist gut so, weil ich ja jetzt anfallsfrei bin und weil es mich dadurch nicht behindert hat. Es hätte auch sein können, ich entscheide mich bewusst dagegen, bewusst für einen Job am Schreibtisch oder im Büro oder so. Obwohl ich da nicht mit Menschen arbeiten kann, aus der Angst, dass die Epilepsie nicht in den Griff bekommen wird.


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