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Kirsten Arnold fühlte sich ausgegrenzt, weil sie nicht in die Kneipen mitgehen wollte

Das muss bei einem frühen Anfall gewesen sein, da habe ich nämlich dort mir im Mund auf die Zunge, beziehungsweise dort habe ich dann auch auf die Wange innen gebissen und seitdem ist das nämlich so, dass ich auch gar keine heißen Getränke mehr trinken darf. Und dadurch entsteht nämlich auch, zum Beispiel, wenn man dann in einer Gruppe war, dass die Damen, die kleinen Leute da zu mir sagten: „Hä, wieso kannst du keinen Kaffee trinken?“ und so. Und schon wurde man nämlich rausgeschmissen. „Ach, was bist du eigentlich? Du passt ja gar nicht hin. Du kannst nicht mit uns in die [Stadt]er Altstadt gehen.“ Die haben mich nämlich alle dahin mitnehmen wollen und dadurch wurde ich zum Außenseiter, indem ich keine Freunde mehr fand.
 
Wie war das denn in der Schulzeit mit Freundinnen und Freunden?
 
In der Schulzeit waren es die Anfälle, die dort aufgetreten sind, dass ich dort eben mich nicht in Gruppen einordnen konnte. Weil ich ja- oder weil ich zum Beispiel auch gesagt habe: „Ich trinke keinen Alkohol.“ Und das ist in [Stadt], in so einer Stadt ist das- da fiel ich sofort aus einer Gruppe raus. Wenn ich nämlich ganz vorsichtig das tat, was Ärzte sagten, und da hatte man mir eben auch- in [Stadt] sagt man dann: „Ab in die Altstadt, komm wir gehen doch mal da hin, wir wollen da mal in der Kneipe sitzen.“ Und da habe ich immer nein gesagt.
 
Ist Ihnen das offen gesagt worden, dass Sie nicht in die Gruppe gehören, oder wie hat sich das ergeben?
 
Das hat man- Ärzte habe darum, haben gar nicht mit mir darüber gesprochen und- nein, ich kann mich nicht daran erinnern, dass es mir richtig gesagt worden ist, sondern das habe ich immer alleine empfunden. Ich stand immer vor Menschen und- ja, und auch mit Depressionen, mit Tränen zu Hause und habe mich dann durchgearbeitet.


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