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Martin Vogt erzählt, dass es auf dem Land schwierig ist, die Krankheit für sich zu behalten.

Ja, die ersten Jahre wollten wir es halt verstecken, geheim halten und so, braucht keiner zu wissen. Aber wenn ich in der tiefsten Provinz einmal auf dem Weinfest umfalle, kriegt das die ganze Stadt mit. Ist eigentlich Quatsch, das zu verheimlichen. Das ist utopisch zu denken, so was. Und es wird viel hinten rum geredet, was man mir nicht ins Auge sagt, ins Gesicht sagt, so. Aber wo man schon mal gehört hat: „hör mal, der ist doch krank, was willst du mit dem.“ Das bekommt man schon mit. Oder was- bevor meine Frau geheiratet hatte- bevor sie mich geheiratet hatte, wurde sie gewarnt. Als Beispiel jetzt mal so. Von der eigenen Verwandtschaft gewarnt.

Und was waren dann da so die Bedenken? Was haben die gedacht, was dann passiert?

Der hat ja - den Kopf kaputt.

Auf gut deutsch gesagt. Genauso, wie man beim Parkinson sagt, es wird alles über einen Kamm gezogen, die ganzen neurologischen Krankheiten, MS, Parkinson oder Epilepsie, erst mal nicht, ja und Demenz und solche Sachen, das ist alles ziemlich nah aneinander liegend, die ganzen Probleme. Alles, was mit dem Kopf zu tun hat, das man nicht greifen kann, dass sie sagen, Krankheiten, sind alle schon schlecht dem Umfeld zu erklären. Wieso und weshalb und warum das jetzt so ist. Oder warum das- dieses und jenes nicht so ist. Ist schon nicht so ohne.

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