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Monika Schulz wusste bei einem Anfall nicht mehr, wie sie nach Hause kommen soll.

Und wie ich hier mal war, habe ich Anfälle bekommen. Da bin zum Beispiel in der Stadt unterwegs gewesen, in der U-Bahn. Und wollte zum [Bahnhof] und bin auf einmal am [Friedhof] rausgekommen. Nun bin ich am [Friedhof] gestanden und dann habe ich mich gefragt: Wie komme ich denn jetzt nach Hause? Und da musste ich mich erst mal orientieren. (…)

Und der schlimmste Anfall, den ich erlebt habe, der war so ein Anfall, bei dem ich auch umeinander gefahren bin. Da habe ich mich auf so einen Stuhl gesetzt. Jetzt will ich nach Hause fahren, habe ich mir wieder gedacht. Mal schauen, wie ich nach Hause komme. Und dann habe ich mir gedacht: Mensch, wo bist denn du zu Hause? Wo wohnst Du denn überhaupt? Da wusste ich nicht mehr, wo ich wohne. Ach, weißt Du was, Du könntest ja eventuell zur Polizei gehen und fragen, wo Du wohnst. Ja, aber Du kannst- die fragen dich bestimmt, wie Du heißt. Ja, wie heißt denn Du? Ich- da wusste ich meinen Namen nicht mehr. Da musste ich mich hinsetzen und habe mir überlegt- dann habe ich mich ganz verloren gefühlt, habe gedacht ich müsste jetzt da übernachten am U-Bahnhof.

Und was ist dann passiert? Wie ist es dann weiter gegangen? 

So nach einer viertel Stunde ist mir wieder eingefallen, wie ich heiße und wo ich wohne. Aber die Zeit, die war für mich schrecklich. Da habe ich gedacht, jetzt- die ist mir wie eine Ewigkeit vorgekommen.

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