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Renate Lang fand es hart, ganz unvorbereitet und plötzlich Rentnerin zu werden

Wie ging das dann weiter mit Ihrer Berufstätigkeit?
Es ging gar nicht mehr weiter, es war Stopp, fertig. Wie abgeschnitten. Gar nichts mehr. Nichts. Das war für mich- wenn ich mich hätte darauf vorbereiten können, wie zum Beispiel jemand auf Rente oder so, aber es war gar nichts. Ich setze mich da hin auf den Bordstein, weil mir schlecht ist und gehe dann- komme dann in die Klinik und so kommt das ganze ins Rollen und dann heißt es Epilepsie und fertig.

Ich war zehn Wochen in der Klinik, ich war neun Wochen in der Reha, ich war dann wieder drei Wochen in [Universitätsstadt]. Dazwischen wieder ein paar Wochen zu Hause krankgeschrieben. Dann wieder in [Universitätsstadt]. Ich war also über ein Jahr nur irgendwo unterwegs bei den Ärzten. Und da ich, ja, Bezirksleitung war, Autofahren ist nicht mehr, ja.

Autofahren dürfen Sie nicht mehr oder es geht auch mit dem Arm nicht?
Geht auch nicht mehr. - Das Risiko wäre der Chef schon gar nicht eingegangen. -

Und dann sind Sie jetzt berentet oder wie ist das dann?
Ja, ja - ja. Ja, dann musste ich mir das zuerst einmal- da musste ich zuerst einmal mit klarkommen, dass ich jetzt Rentnerin bin. Mit - 57, 54. - Ach, ich war noch keine, keine 56, glaube ich. Dann auf einmal Rentnerin. Dabei hatte ich noch so viel vor. Zack, rausgeschnitten. Das, das war hart.

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