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Renate Lang berichtet, wie mühsam es war, auf den rechten Arm wegen der Daueranfälle verzichten zu müssen

Ja - am Anfang stand ich da. Egal mit was, mit Brötchen schmieren, mit Essen kochen, mit bügeln, was jetzt noch sehr schwer fällt, aber mit allem.
Ich musste ja komplett umlernen auf die linke Hand. Peu à peu habe ich mir dann das eine und das andere angeeignet. Es gab auch ein Brett und das gibt es wahrscheinlich jetzt immer noch, da kann man ein Brot draufspießen und da kann man das- dann Scheiben abschneiden. Oder das Brötchen draufspießen und rundherum dann abschneiden. Dann ist es halt in der Mitte nur noch zusammen. Dann muss man es in der Mitte auseinander brechen. Da könnte man auch, wenn man wollte, eine Zwiebel oder so etwas drauf tun, um sich dann das Essen selber zu kochen.

Das sind so Hilfsmittel. Aber ich gucke- habe geguckt, dass ich das so hinkriege und ohne- gut, es wird nicht so schön. Es werden grobe Stücke. Was ich nicht mehr mache, ist ein Schnitzel. Ein Schnitzel aus der Hand essen, schmeckt nicht. Eine Bratwurst, ja, das schmeckt, aber ein Schnitzel aus der Hand schmeckt nicht. Das gibt es dann, wenn meine Tochter da ist. Aber ansonsten hat man ja auch Rührgerät und solche Sachen. Das andere gibt es halt einfach nicht.

Das heißt, Sie haben sich so ein bisschen angepasst auch. Einfach an das, was möglich ist.

Ja, irgendwann musst du dich ganz einfach damit arrangieren. Es geht nicht anders.


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