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Sarah Schneider erlebt viel Unwissenheit in der Gesellschaft und weniger Vorurteile.

Ich glaube, dass die Bevölkerung da gar keine besonderen, starken Vorurteile hat. Also, ich glaube, dass die meisten eben sich damit noch nicht stark- nicht so wahnsinnig beschäftigt haben und dadurch eher interessiert sind als irgendwie abgeschreckt. Das- dazu muss man eben nur dem anderen die Möglichkeit geben, eine Frage zu stellen, ohne dass man selbst einem das Gefühl gibt, dass man sich dafür schämen würde oder, ja, Angst hat davor, irgendwie was zu- was zu offenbaren.  

Weil man sich dann einfach- wenn man ganz normal sagt, man hat die Erkrankung, und zeigt, dass man das für sich selber auch akzeptiert hat und sich da eben nicht dafür nicht schämt, dann kann der gegenüber auch viel eher mal darauf eingehen und kann dann noch eine Frage stellen dazu. Weil wenn das- wenn das beide dann so unter den Tisch fallen lassen, weil derjenige halt denkt, oh, jetzt hat er da ein schwieriges Thema angesprochen oder so, dann entsteht viel eher so eine peinliche Situation.  

Dass man nicht weiß, ist das jetzt für den anderen unangenehm, wenn man noch eine Frage stellt, ist das für mich unangenehm, oder ist das für den anderen unangenehm, dass ich das jetzt gesagt habe oder dass ich das habe. Und ich glaube es ist für beide einfacher, wenn man das- wenn man ein bisschen offener damit umgeht dann. Wenn es schon zur Sprache kam. Muss nicht sein, dass man dann jedem gegenüber offen ist. Aber ich glaube, dass es eben in der Bevölkerung eigentlich sogar akzeptiert wird und viele sich halt wirklich bisher nicht damit beschäftigt haben.  

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