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Alexandra Jung ärgert sich über gesellschaftliche Idealbilder und betont, dass es Wichtigeres im Leben gibt.

Ja, und vielleicht als Letztes die Frage, ob Du anderen etwas mitgeben kannst, eine Botschaft?
Selbstbetroffenen? Lasst euch nicht unterkriegen. Hört nicht auf die böse, innere Stimme. Sucht euch gute Freunde, vertraut euch Leuten an. Seht das Positive am Leben, was man alles machen kann im Leben. Dass es so viel Wichtigeres gibt als dünn zu sein, als der Gesellschaft zu gefallen. Und vor allem, das Bild von der Gesellschaft ist einfach nicht das reale, gesunde Bild. Und jeder Mensch ist unterschiedlich. Jeder hat ein anderes Idealgewicht. Manche sind von Natur aus dünn. Die können essen, wie sie wollen. Manche sind von Natur aus nicht so dünn. Aber der gesündeste BMI ist meines Wissens, glaube ich, 23 oder 24 oder so, mit dem die Menschen am längsten leben.
Und das muss man sich einfach vor Augen halten und die Gesellschaft pickt sich halt für ihre blöden, idealistischen Bilder halt die Dünnen heraus, aber das ist einfach nicht das Normale. Und, wenn man mal krank ist und mal bettlägerig ist, die viel zu Dünnen sind viel anfälliger, sterben schneller, sind schwächer. Und wer halt ein bisschen Reserven hat, der packt das einfach viel besser und der hat mehr Spaß am Leben.
Ja, keine Ahnung, es gibt einfach viel, viel Wichtigeres als Dünn-sein. Und viel wichtiger ist, was in einem ist. Der Charakter ist viel wichtiger und die Leute mögen einen auch, wenn man dicker ist. Das muss man einfach- muss man sich klarmachen. Und die ganze Kontrolle, die man fühlt, ist nur Illusion. Das muss sich auch jeder klarmachen. Es scheint so, als hätte man die Kontrolle und im Endeffekt ist es nur Selbstzerstörung und nichts anderes.

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