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Brigitte Meyer wurde von ihrer Mutter auf die Selbsthilfegruppe „Overeaters Anonymus" (OA) aufmerksam gemacht, meldete sich aber erst nach Jahren dort.

Sie hatten jetzt vorhin gesagt, dass es irgendwie so diesen Punkt gab, wo klar war, Sie wollen so nicht weiterleben, immer mit diesem ständigen Erbrechen und Essen. Können Sie sich erinnern, wie es zu diesem Punkt kam? Zu dieser Veränderung?
Also es war so, dass ich- es war ja dann nach der- also wie ich die Ausbildung hatte, hatte ich das Gefühl, jetzt habe ich wenigstens was in der Tasche. Für mein Leben. Und dann war so in mir, das war wie eine Schwangerschaft, jahrelang dieses „Und irgendwann muss ich aufhören mit diesem Fressen.“ Ich habe zwar keine Vorstellung gehabt, wie das gehen soll, aber ich habe gewusst, ich höre irgendwann auf.
Und das wussten Sie- wie immer. Das war schon lange klar?
Das war in mir. Irgendwie war das in mir. Weil ich gewusst habe, so kann man nicht- also ich wusste ja auch, dass das vom Körperlichen her irgendwann nicht mehr geht. Ich habe ja teilweise Blut gespuckt, das habe ich ja gesehen, dass das- das ist ja nicht normal. […]
Aber von diesem Wissen „Ich muss damit irgendwann aufhören“ dann hin zu dem konkreten Schritt, wie ist das gekommen?
Also es war so: Meine Mutter hat mir am Telefon gesagt, sie hat im Fernsehen die Sendung gesehen von dieser OA-Gruppe. Und das hat sie mir gesagt und im Wochenbericht stand auch jede Woche, dass dieses Meeting ist. Die Overeaters Anonymous. Und ich habe jede Woche in der Zeitung geguckt, im Wochenbericht, ob es die Gruppe noch gibt. Und eines Abends bin ich dann, ich hatte kein Telefon zuhause, ins Telefonhäuschen und habe da angerufen diese Nummer. Genau, aber das ging bestimmt drei Jahre, wo ich mit dem so schwanger gegangen bin.

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