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Wenn sie sich stabil fühlt, kann sich Clara Fischer auch Ausnahmen erlauben.

Es ist mir lieber, wenn ich weiß: Okay, dann und dann bin ich eingeladen und wir werden dann essen. Dann weiß ich: Okay, das ist dann dieses Essen, wo ich keine Kontrolle habe und das passt dann. Oder wie zum Beispiel bei Kebab oder so was, wo ich weiß: Okay, da sind die und die Sachen drin, es ist dann schon irgendwie ein bisschen das Gleiche. Also, dass ich ein bisschen weiß, was drin ist oder so. Ja.
Und bereiten Sie das dann vor, dass sie dann gucken, dass Sie vorher nicht so viel gegessen haben, oder hinterher dann weniger essen, machen Sie sich dann da Gedanken? Oder planen Sie das?
Das kommt auf die Phasen an. In letzter Zeit fast weniger. Also sehr – schon, manchmal sage ich dann: Okay, das ist dann halt der Tag, an dem- wo ich essen kann, was ich will. Ja, also wenn die dann Nachtisch anbieten, dann ist es auch okay. Aber, dass ich dann zum Beispiel mal morgens und mittags normal gegessen habe, wie ich so auch esse. Ja. Aber, dass es eher so unter einem kleinen Ausnahmetag läuft. Ja, eher so.
Und inzwischen ist es manchmal auch so- also was ich zum Beispiel vermeide, wenn ich instabil bin oder so was, das sind so diese Sachen, was manche Leute ja einfach so im Alltag machen, wenn man denen irgendwas anbietet oder so was. Einfach, dass die drei Plätzchen essen oder so was. Aber wenn ich instabil bin, versuche ich sowas zu vermeiden, weil das ganz ruck zuck, dann einfach auch etwas auslösen kann. Also einfach, dass ich da von meinem Morgens-Mittags-Abends weggehe- sondern da ist dann plötzlich ein viertes Mal was im Mund gehabt. Das kann dann schon reichen, um was auszulösen. Allerdings ist es manchmal inzwischen auch so, dass, wenn ich stabil genug bin, dass ich so was auch machen kann. Aber das hängt dann davon ab einfach, wie stabil ich bin, wie es mir geht.
Was heißt, was auszulösen?
Einen Fressanfall auszulösen, also-
Also nicht ein Hungern, sondern einen Essanfall auszulösen.
Ja, ja.

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