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Clara Fischer erzählt, dass ihr die Therapeutin hilft, die Auslöser für ihr Erbrechen kennenzulernen, ohne sich dafür zu verurteilen.

Und eben seitdem ich da mir auch so Druck rausgenommen habe, gerade auch einfach durch meine Therapeutin, das hilft mir einfach total. Zu sagen: Mein Gott, zur Not kotze ich halt einmal, dann ist es auch kein Weltuntergang. Das nimmt mir so an Druck raus, dass ich mich da nicht mehr für verurteile. 
Zu sagen: Mein Gott, dann ist das halt einmal so im Monat und zwei Mal und selbst wenn es drei oder vier Mal wäre, wäre es immer noch kein Drama. Dann müsste ich gucken, wo es ist und wo es dran liegt und ich habe da jetzt eben auch therapeutische Unterstützung, aber dass es dadurch nicht noch schlimmer wird. Also dass ich mir da nicht noch einen zusätzlichen Stress mache, das ist eine totale Erleichterung für mich.
Ja. Können Sie denn so sagen, was Ihnen so geholfen hat in der Therapie?
Da geht es einfach auch um ganz viele andere Sachen, also da ist das Essen wirklich ein- ich würde schon fast sagen Randthema. Weil es da einfach auch um ganz viele andere Sachen geht. Aber eben zum Beispiel da diesen Druck rausnehmen – ist toll. War ganz toll. Oder dann eben auch ihr das sagen zu können, da überhaupt mit jemandem darüber reden zu können.
Weil ich habe so- In meinem Alltag nehmen ein Großteil der Leute mich eher als sehr stark und taff wahr. Und wenn ich ehrlich bin, ist es mir lieber die sehen mich so, als dass sie es sich irgendwie anders vorstellen. Also da bin ich noch nicht so ganz so weit.
Aber das einfach mit jemandem sagen zu können: Hey da war gestern was und dann auch jemand, der mir dann hilft zu gucken, was war denn dahinter. Einmal zu sagen: Ja gut, dann war das jetzt so und auch wenn es noch mal kommt, dann ist es so, ist nicht schlimm. Aber mir dann auch so hilft, auch einfach zu sagen: Was steht denn dahinter, was war denn die Tage vorher, was war denn? Was hat es denn ausgelöst? – Das hilft mir sehr.

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