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Hannah Becker glaubt, dass Angehörige zwar Mut zusprechen, aber nur begrenzt helfen können. Die Person muss begreifen, dass sie selbst verantwortlich ist.

Man kann, glaube ich, Mut zusprechen, aber helfen kann man nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, auch von mir selber, ich musste das wirklich wollen. Und man sollte auch auf keinen Fall, glaube ich, drängen. Also ich denke mir immer, wenn jemand keine Hilfe will, dann kann es ihm noch nicht so schlecht gehen. Und ich würde sagen, dass man, wie gesagt, einfach als Unterstützender da sein sollte und das Gefühl vermitteln sollte, dass, egal was passiert, man für den Betroffenen da ist.
Aber ihm auch vielleicht klarmachen, dass er selbst verantwortlich für sein Leben ist. Weil ich glaube, darum geht es schon auch. Man muss schon begreifen, dass es niemanden gibt, den man irgendwie verantwortlich machen kann und dass es im Grunde egal ist. Ich hätte auch draufgehen können mit der Anorexie und das hört sich jetzt voll hart an: Klar, hätte es einen Unterschied gemacht. Aber im Grunde wäre mein Leben weg gewesen und nicht das von irgendjemand anderem. Also man ist einfach selbst verantwortlich dafür, was man tut und wie man lebt.

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