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Hannah Becker traut sich oft nicht, ihre Schwierigkeiten mit dem Essen anzusprechen.

Wie gesagt, ich habe immer das Gefühl und ich glaube, es ist auch so, dass die Erwartungen extrem hoch sind. So, dass meine Umwelt und auch meine engst stehenden Personen einfach so wenig mit der Thematik anfangen können, dass sie halt schon den Anspruch haben, dass das jetzt, nachdem ich ja jetzt ein halbes Jahr in der Klinik war, dass das jetzt auch einfach wieder gut ist.
Und deswegen ist es auch oft so, dass ich mich schon gar nicht mehr traue im Grunde, irgendwie was anzusprechen. Also schon, ich mache es schon, aber jetzt nicht oft. Und das ist dann auch verdammt schwierig halt dann zu sagen: „Hey, heute habe ich mich scheiße verhalten.“ Wie gesagt, da geht es nur um die kleinen, mini-kleinen Dinge. Aber ich meine, es passiert schon, dass ich mich mal scheiße verhalte. Und wenn es dann nur ist, dass ich einen Apfel esse, anstatt einer Banane, obwohl ich viel mehr Bock auf eine Banane habe. Und so etwas dann, also ich traue mich gar nicht, das dann zu meinen Freunden zu sagen, weil die fassen sich an den Kopf. Die denken sich: Ja, die Alte tickt nicht mehr ganz richtig.

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